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Unterwasserwelt, Gourmet, Entspannung und eine Überraschung

Von Koh Lanta ging es mit dem Minibus weiter bis nach Krabi. Da die Brücke, welche Koh Lanta und das Festland verbindet noch im Bau ist, wurde unser Minibus für die Überfahrt auf eine uralte Fähre verladen. Es ging alles gut 😊. Von Krabi aus wollten wir eigentlich weiter nach Raileh. Dies wäre aber fast zu stressig geworden. Also entschieden wir uns kuzerhand um und checkten in einem Backpacker in Krabi Stadt ein. 10-er Schlag hin oder her, hauptsache das Zimmer war gekühlt.

Am nächsten Tag machten wir uns mit Car und Katamaran auf den Weg nach Koh Tao. Es war eine lange, aber angenehme Reise. Auch hatten wir Glück und wurden nicht seekrank! Auf Koh Tao staunten wir, als uns ein Pick Up und kein Tuk Tuk zum Hotel brachte. Tuk Tuk’s gibt es nämlich gar keine auf der Insel. Also hat jeder ein riesen Gefährt mit einer grossen Ladefläche für das Gepäck und die Passagiere.

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Unser Hotel lag in Sairee, einem kleinen Dörfchen voller Restaurants, Hotels und Bars. Leider lädt das Meer an diesem Küstenabschnitt bei Ebbe gar nicht zum baden ein. Das Wasser ist viel zu seicht und deshalb heiss, also alles andere als eine Abkühlung! Auch kann man kaum weiter raus schwimmen, denn dort hat es nur Felsen. Für uns war der Fall also klar: ein Roller muss her! Doch zuerst buchten wir einen Schnorchelausflug. Wir wurden von einem Pick Up bis zum Pier gefahren und dort einem der vielen Boote zugewiesen. Koh Tao ist ein Taucherparadies, also kein Wunder stehen viele Boote bereit. Unser erste Stopp war bei der „Hai-Bucht“. Maske aufsetzen, Schnorchel in Position bringen und rein ins angenehm warme Wasser. Fische hier, Fische da, doch kein Hai in Sicht. Nach fast 30 Minuten sah ich ihn dann aber. Ein kleiner Hai schwamm circa 5 Meter vor mir durch!! Er hatte vermutlich gleich grossen Respekt wie ich. Denn fast gleichzeitig machten wir uns aus dem Staub, einfach in die entgegen gesetzte Richtung 😊

Bei weiteren Schnorchelplätzen sahen wir noch Meerespilze, Muscheln, welche sich schliessen, kommt man ihnen zu nahe und eine Krake. Ein gelungener Tagesausflug also!

Am dritten Tag gings mit dem Roller bergauf und bergab, denn die Insel ist sehr hügelig. Und die Thais bauten die Strassen einfach gerade nach oben oder gerade nach unten! Zum Glück hatte unser Roller einen starken Motor und gute Bremsen, sonst wäre eine Inselerkundung mit dem Roller nicht möglich gewesen. Wir haben zwei wunderschöne Strände gefunden, welche traumhaft zum baden waren. Erfrischendes Wasser und Sandboden!

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Auch kulinarisch bietet Koh Tao sehr viel! Ob ein Pad Thai, Spaghetti Carbonara oder Pizza beim Italiener oder aber ein Ribeye Steak, wir wurden herrlich versorgt. Auch für das körperliche Wohl und die Entspannung ist gesorgt, gäll Chrigi 😊 Wir besuchten nämlich eine Yogastunde (Chrigis erste und, wie er sagte, letzte 😜) und hatten also fast Bikramyoga. Im Raum hatten wir stolze 34.2 Grad, der Schweiss lief nur so runter und der Muskelkater war vorprogrammiert. Also „mussten“ wir am nächsten Tag natürlich in die Massage 😊

Am letzten Abend besuchten wir doch tatsächlich noch eine Dragqueenshow! Der Raum war voll bis auf den letzten Platz und wir mitten drin am schwitzen und mit einem kühlen Bier in der Hand. Dann gings los: Vorhang auf und Frau oder Mann raus auf die Bühne! Ein paar waren umoperiert und performten als schöne (echt, jetzt) Frauen, andere waren einfach als Frauen verkleidet und noch andere waren noch Männer mit einem jedoch sehr weiblichen „touch“. Eine sehr interessante Show, so waren diese Frauen oder Männer um einiges beweglicher als viele Frauen!

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Koh Tao verliessen wir am Morgen um 10.30, in Hua Hin kamen wir am Abend um 18.30 an. Hungrig wie wir waren, machten wir uns gleich auf den Weg zum Nachtmarkt. Wir schlenderten von Stand zu Stand, vorbei an anderen Besucher. Ich schaute einmal, zweimal und wer läuft an mir vorbei? Mein Onkel Fred 😄 Was für ein Zufall!!!!! Klar verabredeten wir uns für den nächsten Tag. Wir mieteten einen Roller und besuchten ihn und seine Familie im Springfield Golfcourse, wo er ein Ferienhaus gebaut hat. Was für eine Anlage! Chrigis Golferherz schlug gleich höher und mein Herz, als ich den einladenden Swimmingpool gesichtet habe. Nach einem Schwumm, einem langen Schwatz, einem Kafi, Glace und Wassermelone verabschiedeten wir uns und machten uns wieder auf den Weg in die Stadt.

Insel-hopping

Nach knapp 40 Tagen ohne Strand wurde es wieder mal Zeit, die Füsse in den Strand zu graben. Nächste Destination: Phuket! Interessanterweise liegt diese Insel sehr nahe am Festland und kann mit dem Flugzeug wie auch mit dem Minibus erreicht werden. Ausserdem ist Phuket Island überraschend gross und bietet viele verschiedene Strände.

Mit drei Stunden Verspätung erreichten wir gegen 23:30 Uhr endlich das etwas abgeschiedene Fantasy Hill Bungalows. Wir waren seit zwölf Stunden unterwegs und hatten zu Mittag lediglich einen doppelten Big Mac gegessen. Zu unserer Verteidigung muss ich erwähnen, dass es in diesem kleinen Flughafen nur die Auswahl zwischen Mc Donald’s, Burger King und Starbucks gab 🙈.

Halbverhungert fanden wir zum Glück eine, noch bis Mitternacht geöffnete, Pizzeria😋. Wir waren die einzigen Gäste und hatten die gesamte Aufmerksamkeit der Belegschaft für uns. Diese wollten logischerweise pünktlich schliessen und begannen die Tische abzuräumen, die Küche zu putzen und die lebenden Lobster ins Aquarium zurückzulegen. Letztere waren den ganzen Tag beim Restauranteingang auf Eis gelegt und nun im Aquarium begannen sie sich wieder zu bewegen. Irgendwie grausam und doch allgegenwärtige Realität.

Am nächsten Tag schliefen wir wieder mal aus und beschlossen den Tag am Hausbeach zu verbringen und das Dorf zu erkunden. Mit knappen vierzig Grad versuchten wir uns zuerst im Meer abzukühlen. Doch ausgerechnet in unserer Bucht war das Wasser warm wie in einer Badewanne 🙈. Dies aufgrund der ständigen Hitze und der ruhigen Wasserverhältnisse. Um uns abzukühlen, mussten wir etwas rausschwimmen um dann doch wieder durch das gewärmte Wasser das Meer zu verlassen. Ich hatte mir das irgendwie anders vorgestellt… Fürs Znachtessen folgten wir dann der Empfehlung von Tripadvisor und landeten wieder mal beim Italiener. Risotto ai frutti di mare und Gnocchi 😋. Dieses italienische Restaurant war zudem eines der wenigen, welches nicht auch auf russisch angeschrieben war. Das Dorf war nämlich voll von Russen und sogar die Medikamente waren auf russisch angeschrieben.

Was Putin in der Ukraine versucht, hat er im Kata Beach bereits geschafft. Die Besetzung und Annektion unseres Feriendorfs. Auch wurden wir schon in russisch angesprochen. Wahrscheinlich wollten sie mich (Vladimir) und Andrea (Jelena) rekrutieren 😜.

Die Insel versprach aber weit mehr als Badewannenwasser und Russen. So schnallten wir uns Helme auf und umrundeten mit einem Roller die hügelige und wunderschöne Insel von Phuket. Was wir vorfanden entsprach dann eher meinem Bild von Strandferien. Postkarten-Strände mit herrlich abkühlendem und kristallklarem Wasser umrundet von Palmen. Am Abend statteten wir der Partystadt Patong einen Besuch ab und nach kurzer Zeit löschte es uns schon wieder ab. Massenweise Touristen, Greise mit Mädchen Hand in Hand, Verkehrschaos und eine Überschwemmung von Ständen mit gefälschten Artikel. Wir beendeten den Tag im kühlen, klimatisierten Zimmer und freuten uns auf die nächste Insel.

Koh Pipi liegt drei Stunden Schifffahrt entfernt von Phuket und ist nur ein paar Kilometer lang. Dicht besiedelt sind nur ein paar hundert Meter und diese sind verkehrsfrei. Der Dorfkern ist eng zusammengepackt und voller Läden, Shops und Leben. Auch ist die Insel berüchtigt als Partyort und kann in der Nacht sehr laut werden. Wir hatten Glück und hörten keinen einzigen Mucks. Vor allem kommen die Touristen aber hierher, um die nichtbewohnte Nachbarinsel zu besuchen. Koh Pipi Leh mit ihren steilen, herausragenden Felswänden bietet einzigartige Aussichten. Zudem beherbergt diese Insel eine der berühmtesten Buchten der Welt. Hier wurde der Aussteiger-Film „The Beach“ gedreht. Also buchten wir für den nächsten Tag eine Vormittagstour und besuchten die Highlights der Umgebung. Am Ende hielten wir uns eine Stunde am Strandstück vom „The Beach“ auf. Die Bucht ist wirklich genial und wir mussten uns den ca. 200 Meter lange Strand nur mit sechs oder siebenhundert anderen Touristen teilen 🙈🙈🙊. Immer auf der Hut, dass uns auf dem Sand niemand über den Haufen rennt, oder uns ein ausgeworfener Anker auf den Strandabschnitt nicht erwischt, entschieden wir, uns im Wasser ein wenig abzukühlen. Der abgesteckte Schwimmbereich zwischen den zwanzig Longboats und den 30 Speedboats war ca. 10 Meter breit und etwa 30 Meter lang. Zum Glück war das Wasser auch voller Plastikmüll, ansonsten hätte es uns hier fast gefallen können. Echt schlimm, wie Gier, Profit und Ignoranz ein Naturparadies zerstören kann.

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Neue Insel, neues Glück. Koh Lanta erreichten wir bequem nach einer Stunde in einem riesigen Katamaran. Sogleich angekommen, überschwemmte uns eine Horde Tuk Tuk Fahrer mit überteuerte Fahrpreisen. Wie in vielen Ferienorten haben alle Taxifahrer die überteuerten Preise abgesprochen. Hier ging es sogar soweit, dass alle die gleiche plastifizierte A4 Preistabelle hatten und wiesen gleich noch frech darauf hin, dass diese vom Staat abgesegnet sei. Sven hatte mich ja gewarnt, dass Thailand ein Abzockerland sei (Gruss und danke für die Tipps). Das schlimme ist aber, dass es ansonsten keine Infrastruktur hat und wir grössenteils keine andere Wahl haben, als uns wissentlich abzocken zu lassen. Dieser Tuk Tuk Fahrer war sein Geld aber wert. Ausgestattet mit riesigen Boxen konnte ich mit meinem Handy Tuk Tuk DJ spielen und unterhaltete somit die ganze Strasse. Hehe 😎

http://www.youtube.com/watch?v=Vfu7h7whAXk

Die nächsten vier Nächte übernachteten wir in einem einfachen Bungalow mit Fan. Mit Matratze und Moskitonetz ausgerüstet, wünschten wir jeweils am Abend den Mücken, den Fröschen, den Kakerlaken, den Geckos und allen, welche sonst noch im Bungalow waren, eine gute Nacht und schliefen ein.

Viele Strandabschnitte sind hier nur mit Bungalows ausgestattet, welche eine richtig gemütliche Atmosphäre verstreuen. Mit Roller und viel Wasser erkundeten wir wieder mal die Insel und sonnten uns an einem Strand mit Schatten. Mit den Füssen im Sand und dem Sonnenuntergang vor Augen, genossen wir jeden Abend thailändische Essen und genossen schöne Strandtage.

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Tempelruinen und Wasserschlacht

Am Ticketschalter wollte man uns gleich ein teures Billet verkaufen. Doch nach 3-maligem Fragen klappte es dann doch und wir hatten das Ticket für die Holzklasse. In der 3. Klasse zu fahren, ist bei hohen Temperaturen jedoch nicht wirklich angenehm. Die offenen Fenster und die Ventilatoren halfen nicht viel. Denn wenn der Zug mal stillstand, was er doch öfters tat, stand auch die Luft still. Zum Glück dauerte die Fahrt nur 2 Stunden und als wir in Ayutthaya aussteigen durften, waren wir klatschnass. Die kalte Dusche in unserem Guesthouse war daher sehr willkommen.

Es wurde aber sehr schnell wieder sehr heiss. Denn zu Fuss ging es zu den Tempelruinen. Ayutthaya war 400 Jahre die Hauptstadt des Siamesichen Königreichs. Jedoch wurden sie 1767 erobert, geplündert und fast vollständig zerstört. Heute ist diese Anlage vor allem wegen dem, aus Sandstein, zwischen Wurzeln liegende, Buddhakopf berühmt. Am Nachmittag brachte uns dann ein Tuk Tuk zu weiteren Tempel, welche ausserhalb der Stadt lagen. Am Abend rundeten wir den Tag mit einem Papayasalat vom Markt und einem Chang-Bier mit Martino aus Italien (Quinto) ab.

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Unser nächstes Ziel, welches wir nach einer 6-stündigen Busfahrt erreichten, hiess Sukhothai. Auch diese Stadt ist für seine alten Tempelanlagen bekannt. Wir übernachteten jedoch im neueren Stadtteil und unser Guesthouse hatte sogar einen Pool. Ein wenig schmutzig und viel zu warm, doch hineingesprungen sind wir trotzdem 😊

Am nächsten Tag mieteten wir uns einen Roller und fuhren so zur Altstadt. Die Ruinen anzuschauen war sehr interessant. Man konnte es zwar nur erahnen, aber die ganze Anlage muss einmal riesig gewesen sein! Aber auch hier wurde es schnell unangenehm heiss! Jeder Schatten war noch so willkommen!

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Chiang Mai, weiter im Norden oben, erreichten wir wiederum nach einer 6-stündigen Busfahrt. Unser Guesthouse war an bester Lage: mitten im Geschehen, aber doch sehr ruhig! Für den nächsten Nachmittag haben wir eine Tour zur Patara Elefanten Farm gebucht. Wir waren eine 6-er Gruppe und jede Person wurde einem Elefanten zugeteilt. Und für den „jööö-Effekt“ waren noch 3 Elefantenkinder dabei. Wir durften die Elefanten füttern, sie im Wasser schrubben und auf ihnen reiten. Ich hatte anfangs grossen Respekt vor diesen Kolossen, nur 1 Schritt nach rechts oder links und mein Fuss wäre nicht mehr da gewesen. Doch diese noch so grossen Tiere sind ganz vorsichtig. Ausserdem tragen die Mahuts (Elefantenführer) dazu bei, dass die trainierten Tiere auf die Zurufe gut folgen. Denn auf dieser nachhaltigen Elefantenfarm werden nämlich weder Ketten noch Schlagstöcke benötigt. Was unser Erlebnis nur noch schöner machte.

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Am Morgen des Feiertages Songkran konnten wir noch gemütlich Frühstücken gehen….auf dem Retourweg zum Guesthouse bekamen wir aber unsere erste Ladung Wasser ab. Denn an diversen grösseren Strassen waren die Leute schon am kämpfen. Und zwar mit Wasser!!! 😊

Songkran ist das traditionelle Neujahrsfest nach dem thailändischen Mondkalender. An Songkran werden zum einen die Häuser einem Frühlingsputz unterzogen. Zum anderen werden den älteren Personen Respekt erwiesen, indem man ihnen etwas Wasser über die Hände giesst. Heutzutage läuft es jedoch anders ab. Denn Songkran in Chiang Mai ist nämlich eine der grössten Wasserschlachtplätze auf der Welt!

Wasser aus Kübeln, Wasser aus dem Gartenschlauch, eisgekühltes Wasser und Wasser aus Wasserpistolen!! Jeder und jede wurde angespritzt. Egal, ob alt oder jung, jeder hatte seinen Spass! Und am meisten Spass machte es, wenn man einer noch trockenen Person begegnete. Die war nämlich nicht mehr lange trocken 😃. Somit kamen auch wir klatschnass im Guesthouse an und entschieden uns aufzurüsten und zurückzuschlagen 💦.

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Nicht mal auf dem Weg zu Flughafen wurden wir verschont. Doch dies ahnten wir bereits, als uns der Mitarbeiter im Guesthouse mitteilte, dass er uns kein Taxi organisieren könne. Also blieb uns nichts anderes übrig, als ein Tuk Tuk anzuhalten und die Rucksäcke mit dem Regenschutz und zusätzlichen 1-Franken-Pellerinen einzupacken. Unser Gepäck kam zum Glück trocken am Flughafen an, nicht so wir zwei. Das Wasser tropfte nur noch runter 😊

Bangkok

Wieder mal sitzen wir in einem Langstreckenflug und sind gespannt, was uns nun im nächsten Land erwartet. In Japan hatten wir ja kaum Zeit, uns über Thailand zu informieren. Voller Vorfreude und etwas Neugierde nahm ich mir im Flugzeug vor, ein paar Regionen im Reiseführer durchzulesen. Doch die bequemen Sitze im zweitgrössten Flugzeug der Welt entspannten mich zu sehr, sodass es nicht lange dauerte, bis ich einschlief.

Bangkok! Alle, die Asien bereisen, landen irgendwann mal in dieser vielseitigen Metropole. Die einen machten schlechte Erfahrungen, die anderen fanden sie genial. Doch alle kennen zumindest irgendeine Geschichte, die sich meistens um riesige Tempelanlagen, Tuk Tuk’s, Ladyboys, günstigen Lebensunterhalt und köstliches und scharfes Essen dreht.

Was ich schon im Voraus sagen kann: wir haben Bangkok mit all seinen Klischees erlebt.

Unser Hotel lag in der Nähe der „Khaosan Road“ was sich im Nachhinein als sehr empfehlenswert heraus stellte (danke an Carmen für den Tipp). Die Khaosan Road ist die bekannteste Party-Strasse Bangkoks. In dieser findet man alle möglichen Souvenirs, betrunkene Europäer, Ladyboys, alte Säcke mit jungen Mädels, gegrillte Skorpione und Maden zum essen. Auf der anderen Seite hat es überall gute Live-Bands, kleinste Essensstände mit sensationellen Gerichten, kleine Shops und Restaurants! Ein lebendiges Quartier. Dies zumindest bei Nacht. Am Morgen sind die aufgebauten Stände zu und die Strasse praktisch leer. Da könnte man meinen, man sei in einem total anderen, friedlichen Quartier.

Und so starteten wir jeden Tag ohne Lärm und mit einem Rührei oder einem Müesli in den Tag. Wir hatten vier Tage in Bangkok und einiges vor.

Als erstes wollten wir uns den vielen Tempeln widmen. Doch bevor wir die Wassertaxis erreichen konnten, quatschten uns zwei hilfsbereite Thais an und meinten, dass der gewünschte Tempel heute bereits in einer Stunde schliesse. Man solle doch Morgen hingehen, dann sei dieser Tempel sowieso kostenlos für die Öffentlichkeit geöffnet. Auch offerierten sie uns, gleich noch zu einem anderen Tempel zu fahren und noch in eine „Tourist Information“, natürlich für ein kleines Entgelt… Das klang sehr verlockend. Aber da Bangkok auch „Stadt des Betrugs“ genannt wird, kannten wir bereits alle Betrugsmaschen und winkten dankend ab.

Wir erreichten das gewünschte Ziel 40 Minuten später und dieses war noch volle vier Stunden geöffnet 😎. Was mich aber im Grand Palace mit der Tempelanlage Wat Phra Kaew erwartete, hat mich echt verblüfft. Ich war von Beginn an hin und weg und habe die nächsten zwei Stunden beinahe die gesamte Speicherkarte gefüllt 😅. Eine unglaubliche Ansammlungen von Gebäuden und Buddhas. Alles glitzerte und funkelte und wir zwei, wir schwitzten 😝. Denn dank den Tempelregeln trugen wir lange Hosen und die hohe Luftfeuchtigkeit half mit, unsere Saunaerfahrung im Freien zu intensivieren 😅.

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Den Rest des Tages verbrachten wir in diversen Tempeln und den abkühlenden 7/11 Shops. Am Abend gabs dann noch ein feiner Papaya Salat und ein wohlverdientes Chang Bier und ab ins klimatisierte Zimmer.

Der Papaya Salat war auch einer Gründe, warum wir uns schon im Vorfeld für einen Kochkurs in Bangkok angemeldet hatten. Da es im Moment grosse Unruhen in Bangkok gibt, sagten viele Teilnehmer die Reise und die Kochkurse in Bangkok ab, und deshalb hatten Andrea und ich Privatunterricht 😎. Vor dem Kochen mussten aber alle Zutaten her. Also gings mit einem Tuk Tuk zum Markt um alle Zutaten frisch zu kaufen. Unsere Kochlehrerin erklärte uns all die uns unbekannten Gemüsesorten, welche wir meistens auch noch kauften. So füllte sich unser Korb und am Schluss gings noch zum Fleischstand. Natürlich ohne Kühlgerät😳. Wir kochten Frühlingsrollen, Golden Bags, Panaeng Curry und natürlich den Papaya Salat! Mmmhhhh. Köstlich!

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Die Unruhen in Bangkok sind für die Touristen kaum spürbar. Einzig die abgeriegelten und mit Sandsäcken versperrten Strassen rund um das Regierungsviertel lassen erahnen, dass im Moment etwas nicht stimmt. So herrscht in diesem Viertel eine art Pattsituation in welchem die Demonstranten die Strassensperren kontrollieren. Etwas mulmig war es uns schon, als unser Tuk Tuk diese passierte und uns zum nächsten Ziel fuhr. Nämlich zum Thai-Boxing Stadium, welches sich mitten in der Protestzone befindet.

Die überteuerten Touristen-Tickets hatten einen Vorteil. Wir sassen in der ersten Reihe, direkt beim Ring! Eine tolle Sicht! So erlebten wir sechs verschiedene Klassenkämpfe. Die jüngsten waren nicht älter als geschätzte 16 Jahre alt und wogen 50 Kilo. Die spannendsten und besten Kämpfe boten dann die Erwachsenen, welche sich nichts schenkten. Wie faszinierend dieser Sport auch ist, so brutal kann sie sein. Denn, der erste Kampf wurde abgebrochen, nachdem einer der Kämpfer erbrechen musste. Beim Zweiten wurde ein Kämpfer sogar mit der Trage weggetragen.

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Ein paar Kämpfe später hatten wir genug gesehen und freuten uns auf das letzte Bangkok Highlight:

Angekommen im 63. Stock im Lebua Hotel öffneten sich die Lifttüre zur Terrasse in die Sirocco Skybar. Diese ist vor allem durch den Film Hangover 2 bekannt und überblickt gesamt Bangkok. Mit herrlichen Ausblicken und einem Getränk in der Hand genossen wir den Luxus-Moment und kehrten kurze Zeit später in unser Backpacker-Viertel zurück.

Mt. Fuji und Chriesiböim

Wir sahen ihn zwar schon vom Zug her, als wir nach Hiroshima fuhren, doch dies genügte uns nicht. Also stiegen wir in Matsumoto wieder in den Zug ein und fuhren nach Kawaguchiko, an den Fuss des Mount Fuji. Schon von weitem konnte man den Berg mit seinem weissen Häubchen Schnee sehen und plötzlich schien er ganz nahe. Kawaguchiko liegt an einem der 5 Seen, welche um den nördlichen Teil des Mount Fuji verteilt sind. Also war der Fall klar und ein wenig später machten wir einen Spaziergang dem Seeufer entlang. Mit einer alten Gondelbahn gings dann noch ein paar Meter in die Höhe und so hatten wir gleich noch die bessere Aussicht. Es war zwar etwas dunstig und hatte ein paar Wolken, doch wir hatten grosses Glück mit dem Wetter! Die Wetterprognose für den nächsten Tag zeigte nämlich Regen.

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Retour im Backpacker konnten wir unser Zimmer beziehen. Da die Doppelzimmer alle ausgebucht waren, hatten wir ein 4-er Zimmer. Ich ahnte schon ein Schnarchelkonzert in der Nacht, denn wir waren mit 2 anderen Jungs im Zimmer. Und wie es der Zufall so wollte, war einer aus der Schweiz (Viele Schweizer haben wir bis jetzt auf unserer Reise noch nicht getroffen). Genau genommen aus dem Aargau und um noch genauer zu sein, aus Lenzburg 😊

Zum Znacht probierten wir die für die Region bekannten Houtou Nudeln. Diese breiten Nudeln werden zusammen mit Fleisch und Gemüse in einer Suppe serviert. Fein wars! Bevor wir uns ins Kajüttenbett legten, gingen wir im nahegelegenen Onsen noch Baden. Und das Schnarcheln unseres Zimmergenossen konnten wir mit ein bisschen Krach auch abstellen 😜

Am nächsten Tag fuhren wir für 3 Nächte nochmals nach Tokyo. Eigentlich wollten wir wieder in einem Airbnb übernachten, doch es war alles ausgebucht. Also buchten wir ein Zimmer in einem Ryokan. Mit Sack und Pack und Taschen voller Souvenirs schlängelten wir uns durch die Metro. Keine so einfache Sache an einem Sonntag zur Kirschblütenzeit! Ja, die Kirschbäume haben ihre Knospen geöffnet und blühten in ihrer vollen Pracht. Also gingen wir nach dem Einchecken gleich zum Ueno-Park, wo es angeblich viele Kirschbäume gebe. Was für ein wunderschöner Anblick! Wir kamen aus dem Staunen fast nicht mehr raus. Nicht nur wegen der schönen Blütenpracht, auch wegen der vielen Japaner. Für die Japaner ist „Hanami“ ein Ess- und Trinkfest. Egal ob auf den Wiesen oder dem Asphalt, es wird Karton zum drauf sitzen ausgebreitet, Essen und Trinken bereit gestellt, mit seinen Genossen gegessen und getrunken, viel getrunken, und fotografiert. Ein riesen Spektakel!

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Am letzten Tag versuchte Chrigi doch noch in die Tuna Auction reinzukommen.
Als er um 3.35 Uhr morgens ankam, ergatterte er noch eines der letzten der 120 Tickets. Chrigi kam glücklich, müde und mit vielen Fotos ins Hotel zurück 😜

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Am letzten Tag brachten wir die Souvenirs noch zur Post und gingen mit der Monorail zur Tokyo Bucht. Dieses Gebiet ist sehr gross und eine Shoppingmall nach der anderen befindet sich dort. Man hat zudem einen schöne Sicht auf die Innenstadt. Zum Znacht, oje unser letztes Znacht im Sushiparadies, gab es natürlich eine grosse Portion Sushi. Hmmmm!!!

Und unser Dessert war eine phänomenale Sicht auf die Innenstadt by night! Sogar mit einer Freiheitsstatue und Eiffelturm 😊

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Schlösser

Japan hat uns schon viele Eindrücke beschert. Was uns noch zum perfekten Glück fehlte, waren wärmere Temperaturen und die Cherry Blossom-Zeit (Kirschblütenzeit).

Wir hatten aber noch sieben Tage und die Rundreise im Südwesten Japans war ja schliesslich noch nicht zu Ende.

So erlebten wir den ersten warmen Frühlingstag in Kanazawa und die warme Sonne tat wirklich gut. Anstatt einer „hot chocolate“ gab es nun einen „ice coffee“ 😃.

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Mitten in der riesigen, aber überschaubaren Stadt, thront von weit oben ein weitläufiges Schloss. Gleich neben an besuchten wir einer der drei schönsten Gärten in Japan. Die Gartengestaltung in Japan hat einen hohen Stellenwert und eine lange Tradition. So findet man vielfach Flüsse, Seen und Brücken vor. Auch sind sie jeweils nach Themen gestaltet und man „wandert“ von einer Landschaft zur nächsten. Kanazawa „glänzt“ auch mit etwas anderem. 90% des Blattgold aus Japan stammt von hier. So gab es verschiedene Delikatessen und Desserts gespickt mit Goldblätter zum Touristenpreis 😜. Die grösste Touristenattraktion war aber der Ninja-Tempel (Myōryū-ji). Das mehrstöckige Gebäude wurde 1643 fertiggestellt und diente einem Zweck: den Lord zu beschützen! Mit 23 meist versteckten Zimmer, 29 Treppen, knisterndem Holz und mehreren Falltüren, war ein Überraschungsangriff kaum möglich. Ein faszinierendes Haus. Am schönsten an Kanazawa fand ich aber die noch erhaltenen jahrhundertalten Gassen mit traditionellen japanischen Häuser.

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In der Regionshauptstadt wohnten wir in einem riesigen Hostel, welches früher ein Restaurant mit vielen Zimmer war. Die Küche und das Geschirr waren noch im Originalzustand und so fühlte man sich nach wie vor wie in einem Okonomiyaki Restaurant. Shaq, unser Gastgeber, empfahl uns zum Znacht ein lokales BBQ. Also nichts wie hin. Dieses wunderschöne, rein japanische Restaurant hatte weder eine englische Karte, noch Bilder. Was nun? Wir beschlossen, sobald die Bedienung auftauchte, einfach auf das Essen beim Nachbartisch zu zeigen. Die Angestellte kam uns aber zuvor und brachte gleich noch einen englischsprechenden Japaner an unseren Tisch mit. Dieser erklärte uns die Karte und bestellte sogleich noch für uns. Das anschliessend Essen am tischeigenen Grill, war ein Festmahl. Als wir bezahlen wollten, tauchte der Übersetzer quasi aus dem Nichts auf, um uns das Dankeschön des Hauses zu übersetzen. Was für eine Gastfreundlichkeit.

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Am nächsten Tag ging es wieder mit dem Zug weiter. Unser morgendliches Ritual bestand aus einer heissen Schoggi aus dem Starbucks und ein Gipfäli aus einer der vielen französischen Patisserien. Diese gibt es in ganz Japan und ab und zu fanden wir auch eine feine Apfeltasche. Doch heute hatten wir fünf Stunden Zugfahrt vor uns und kauften und als Zwischenverpflegung zwei Bentoboxen. Hauptsächlich mit Sushi drin 😋. Beim Zielbahnhof angekommen, dröhnte es aus den Lautsprecher: Matsumotooooooo, Matsumotooooooo! 😂

Endlich angekommen, konnte ich wieder im T-Shirt herumlaufen. Tat das gut ☺️. Nach dem Einchecken machten wir uns zum ältesten, der noch erhaltenen Holzschlösser in Japan auf. Dieses wurde just zu jener Zeit gebaut, als die Schusswaffen in Japan aufkamen. Kein Wunder fanden wir zusätzlich eine einmalige Sammlung von uralten Kanonen und Gewehre vor.

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Beim Abendspaziergang verfielen wir doch noch dem Keramikgeschirr und kauften gleich ein dutzend Tellerchen 🙈. In Japan wird das verzierte Keramikgeschirr sehr geschätzt. Da findet man schon mal ab und zu eine Suppenschale für 500 CHF.
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Tempel

17 Weltkulturerbstätte, über 1600 buddhistische Tempel und mehr als 400 Shinto Schreine. So lautet ein Ausschnitt aus dem Reiseführer über Kyoto. Also nichts wie los nach Kyoto. 6 Nächte wollten wir bleiben. Also suchten wir im Internet nach einem verfügbaren Zimmer. Stunden später, diverse Homepages abgeklappert, doch nirgends waren weder ein Doppelzimmer noch Betten in einem Mehrbettzimmer frei. Es gab zwar noch die Möglichkeit in separaten Unterkünften zu schlafen. Aber nach fast 3 Monaten Tag und Nacht zusammen, stellte ich mir dies als unmöglich vor. Warum war die Zimmersuche so kompliziert? Wir planten genau am Shumbun-no-hi nach Kyoto zu reisen. Dies ist in Japan der Frühlingsanfang und somit gleichzeitig Nationalfeiertag. In diesem Jahr traf es einen Freitag und dies hiess für die Japaner, dass sie ein verlängertes Wochenende hatten. Schliesslich hatten wir die Lösung: 1 Nacht in einem Doppelzimmer in einem Hostel im Zentrum, 1 Nacht in einem Doppelzimmer in einem extrem teuren Hotel (1 von den 3 letzten Zimmer, welches nicht über 200 Franken war), 1 Nacht im Mehrbettzimmer in Nara (andere Stadt, jedoch nicht weit weg von Kyoto) und dann 3 Nächte in einem älteren Ryokan im südlichen Teil der Stadt. Was für ein Zügelmarathon!!!!!

Man sagt, in Kyoto finde man die richtige japanische Kultur, das richtige Japan. So war Kyoto früher sogar einmal die Hauptstadt in Japan. Die Stadt erkundeten wir meistens zu Fuss, von Tempel zu Tempel, von Schrein zu Schrein. Toji Tempel, Nijojo, Sanjusangen-do, Kiyomizu-dera und Kodaiji Tempel, usw. Am Anfang waren wir noch voller Tatendrang, erstaunt über die Grössen der heiligen Orte, wollten alles fotografieren…doch irgendwann schienen alle Tempel irgendwie gleich auszusehen. So kam uns unser Ausflug nach Nara sehr gelegen. Dort besuchten wir auch dort Tempel und sogar einen riesengrossen Buddha (Daibutsu). Der aus Bronze gegossene Buddha ist 16,2 Meter hoch, 452 Tonnen schwer und mit Sockel, 30 Meter hoch.

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Doch die Tempelanlagen befinden sich verteilt im Nara-koen Park, in welchem zudem noch 1200 zahme Rehe ihr Zuhause haben. Dies war wirklich ein Erlebnis! So niedlich wie sie einem mit den braunen, grossen Augen auch anschauen können, so frech können sie sein! Wehe, man gibt ihnen keinen Rehcracker! Ein Gingg oder ein Biss in die Hose, kein Problem für diese in Japan heiligen Tiere 😀

Auf dem Retourweg nach Kyoto stiegen wir eine Station früher aus dem Zug aus, nämlich in Inari. Denn wir wollten zum Fushimi Inari Taisha Schrein. Geschätzte 5000 andere Leute wollten das gleiche tun! Der Wahnsinn! Nach 5 Minuten, kehrten wir aber um und fuhren weiter nach Kyoto.

Zurück in Kyoto brachte uns der Bus (Kyoto hat mehr Busse als Metros) zum Bambuswald. Ein kleiner Spaziergang bringt einem in ein anderes Japan. Bambusbäume wohin das Auge reicht! Dort probierten wir auch zum ersten Mal Soba Nudeln, welche bei wärmeren Temperaturen kalt gegessen werden. Und ja, es war wirklich wärmer geworden! Juhui!

Am nächsten Morgen machten wir uns erneut auf zum Inari Schrein. Wir waren bereits um 07.15 dort und somit fast die ersten 😜 Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Über Tausend rote Tori führen durch den 4 km langen Weg den Berg hinauf.

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Das nächste Kyoto Highlight war der Goldene Pavillon und der Ryoan-ji Tempel mit seinem weltberühmten Zen Steingarten.

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Gegessen haben wir in Kyoto natürlich auch sehr fein: Sushi zum Zmittag, Fleisch auf dem kleinen Grill am Abend oder ganz simpel ein paniertes Schnitzel mit Kohl und Reis als Beilage. Lecker!
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Heisse Quellen und Sumo

Beheizte WC-Sitze sind wir uns in Japan schon gewöhnt (ein Luxusgut, welches in der Schweiz unbedingt standardisiert werden müsste). Jetzt testen wir mal wie heiss die Quellen sind. Nach neun kalten und intensiven Stadtbesichtigungstagen war es nun an der Zeit, sich einen Tag zu entspannen. Unser Ziel hiess Kinosaki und liegt an der Nordküste von Westjapan. Dieses kleine idyllische Dorf ist berühmt für sein Krabbenfleisch und seine sieben Onsen (heisse Quellen). Um den Wellnesstag abzurunden, checkten wir in einem traditionellen Ryokan (japanisches Gästehaus) ein. Der Boden in unserem Raum ist traditionellerweise aus Reisstroh angefertigt und war gleichzeitig Wohn-, Ess- und Schlafzimmer. Unsere Gastgeberin erklärte uns, mit knappem englisch, wie man eine Yukata (traditionelles japanisches Kleidungsstück) anzieht, schenkte uns einen Tee ein und verabschiedete sich verneigend aus dem Zimmer. Unerfahren mit dem Tragen der Yukata, stand die Frage im Raum, ob man darunter „unten ohne“ ist oder nicht? Ohne im Internet eine genaue Antwort gefunden zu haben, hiess es: raus aus den Klamotten und rein in die Yukata. Die Onsen warteten.

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Die sieben Quellen sind im ganzen Dorf verteilt und das Ziel ist es, alle einmal ausprobiert zu haben. Ausgestattet mit einem Tagespass für alle Onsen und einem Dorfplan suchten wir unseren ersten Entspannungsort. Unsere ersten Schritte waren noch etwas zaghaft. Denn, wir versuchten herauszufinden, wie man mit den Getas (Holzsandalen) einen sicheren Tritt findet, ohne zu stürzen 😄.

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Die Onsen waren getrennt nach Geschlechter und Andrea und ich verabschiedeten uns für die nächsten 30 Minuten. Ich hatte mich zwar im Reiseführer über das Onsenverhalten informiert, doch die genaue Prozedur war mir unbekannt. Also, machen wir es denn Locals nach und ich folgte einer Vierergruppe durch den Eingang. Zuerst zog man sich nackt aus und verschloss alles in einem Schliessfach. Ausgerüstet mit einem kleinem Handtuch gings zuerst zur Dusche, bei der man auf einem Plastikhocker sitzt und sich wäscht. Da ich nicht wusste, wie es weiterging musste ich mich mit dem Handtuch schrubben bis die Vierergruppe fertig war. Dies dauerte eine Weile und inzwischen hatte ich mir die Haare dreimal gewaschen und beinahe meine ganze Bräunung abgeschrubbt 😂.
Der nächste Schritt war der Gang zum ersten heissen Becken. Die Japaner scherzen nicht, bei der Bedeutung von „heisse Quelle“. Das Wasser ist um die 47 Grad heiss und sorgt bei manchen Leute für leicht rote verbrannte Haut, welche sich aber schnell wieder erholt. Dann gings wieder zum Schrubben und dann wieder in eine Aussenquelle, wo man beliebig lang drin sitzen bleibt. Am Schluss duscht man sich wieder auf dem Plastikhocker und geht sich wieder anziehen.

Jeder Onsen ist einzigartig mit eigener Note. So badeten wir in einer Höhle, einem Steinbad oder in einfachen Holzwannen. Und immer wieder hiess es; sich schrubben, baden, anziehen und weiter spazieren. Interessanterweise waren wir die einzigen nicht-Japaner im Dorf und erlebten also die japanischen Touristen ganz unter sich.

Als es eindunkelte war es Zeit fürs Znachtessen. Die Ryokan sind dafür berühmt und unsere Sinne wurden regelrecht verwöhnt. Um 19 Uhr klopfte es an der Tür und eine Ryokanmitarbeiterin kam mit einem Riesentablett ins Zimmer hinein. Auf unserem Kniehohen Tisch wurde fünf Minuten lang an- und aufgetischt. Nach dem alles perfekt vorbereitet war, verliess sie das Zimmer und Andrea und ich starteten unser Festessen! 😋

Nach dem Gau,enschmaus beendeten wir die Onsentour und kamen gegen 23 Uhr ins Hotel zurück. Inzwischen war unser Essraum mittels Matratze, Kissen und Decken, bereits in ein Schlafzimmer verwandelt worden. Entspannt und gewärmt, wie selten zuvor in Japan, schliefen wir ein.

Die nächste Destination hiess Osaka. Eine Millionenstadt, die vor allem fürs Essen berühmt ist. Und sie wurde dem Ruf gerecht. Wir probierten querbeet durch die vielen Spezialitäten. Tempura, Takoyaki, Yakiniku und den Klassiker Sushi-Train 😃.

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Um in Japan essen zu gehen, muss man sich ein wenig vorbereiten. Auf der Strasse etwas zu finden, worauf man wirklich Lust hat, ist Glücksache. An jeder Ecke gibt es zwar Schnellimbissbuden, welche ihre Gerichte als Wachsfiguren im Schaufenster präsentieren. Doch die richtig guten, spezialisierten Lokale, hat man als nicht-Japaner schnell übersehen. Sie gleichen meistens einem traditionellen Haus und haben eine schmale Fahne mit japanischen Zeichen über der Eingangstüre. Und wenn man doch eines gefunden hat, dann ist alles auf Japanisch. Deshalb schauen wir immer im Tripadvisor nach oder lassen uns vom Backpacker-Staff gleich eines empfehlen/reservieren!

In Osaka stand aber ein weiteres Highlight auf dem Programm, für welches wir hauptsächlich angereist sind. SUMŌ! In Osaka findet nämlich eines der sechs jährlichen Turnieren in Japan statt, welches sich über mehrere Tage hinzieht. Der Turniertag beginnt jeweils am Morgen früh, doch richtig interessant wird es von 15:00 bis Turnierende 18:00 Uhr. Somit ergatterten wir kurz vor drei Uhr nachmittags auch ein Ticket und freuten uns auf die Crème de la Crème der obersten Sumō-Liga. Nach einer kurzen Zeremonie, bei welcher alle Sumōtori (Sumō-Kämpfer) mit Namen, Anzahl Siege/Verluste vorgestellt wurden, wurde der Ring für die oberste Klasse freigegeben.

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Sumō ist ein ähnlicher Sport wie unser Schwingen. Der Gegner muss entweder aus dem sandbedeckten Kreis gedrängt werden oder man versucht ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen, dass dieser mit einem anderem Körperteil als die Füsse den Boden berührt. Vor jedem Kampf findet eine fünfminütige Zeremonie statt, die für Laien, eher wie ein Einwärmen oder ein leichtes „Dehnen“ aussieht 😴. Und auch wenn die Sumōtori zwar etwas schwerfällig aussehen, so sind sie extrem beweglich und nicht wenige können sogar den Spagat! Ein kurzes Verneigen der beiden und dann geht es los. Zwei 150 Kilo-Kolosse aus Muskeln und anderem Körpergewicht prallen blitzschnell aufeinander. Der Kampf ist sehr spektakulär auch wenn sehr kurz. Viele der Begegnungen endeten bereits nach wenigen Sekunden. Einige der Kämpfer wurden sogar aus der kleinen erhöhten Arena auf die Ränge der Zuschauer geschleudert. Diese sind sich jedoch dieser Gefahr bewusst und machen sich jeweils schnell aus dem Staub.

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Interessanterweise sind die japanischen Sportler in der höchsten Klasse nicht mehr nur unter ihresgleichen. Etwa die Hälfte der sehr gut entlöhnten Sumōtori kommen aus dem Ausland. Unter anderem aus der Mongolei oder aus Russland. Denn auf der Welt gibt es nur eine offizielle Sumōliga und die ist in Japan. So werden die Truppen etwas bunter und behaarter.

Nach dem grossen Sumō-finish gings dann noch in den genial eingerichteten Starbucks und wir genossen die Atmosphäre des Schmelztiegels Osakas. Die Dōtonbori Strasse. Schrill, übervoll und mit guten Restaurants und interessantem „Fisch“( gäll Räffi) 😂.
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Hiroshima und Kobe

Die Zugfahrt mit dem Shinkansen-Zug, welcher bis zu 300 km/h schnell sein kann, dauerte gut 4 Stunden um von Tokyo nach Hiroshima zu gelangen. Wir fuhren beim Mount Fuji vorbei, holten Schlaf nach und assen aus Bento-Boxen. Diese kann man an jedem Bahnhof kaufen und sie wird, glaub ich, auch von jedem, welcher mit dem Zug auf Reisen geht, gekauft. Man kann zwischen Sushi, Reis, paniertem Plätzli und sonstigen Leckereien auswählen. Auch wenn die Mahlzeit kalt gegessen wird, ist sie super lecker!

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In Hiroshima checkten wir in einem Backpacker ein und durften unsere erste Nacht in einem japanischen Zimmer verbringen. Der Boden ist mit einer Reis-Strohmatte bedeckt und die Matratze ist viel dünner als gewohnt und direkt auf dem Boden. Ob das bequem ist…..? Zuerst musste jedoch etwas in den Magen. Wir gingen in ein kleines Lokal, in welchem wir der Köchin direkt über die Schulter schauen konnten.

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Auf der Tatami-Matte haben wir übrigens sehr gut geschlafen!! Nach dem Frühstück gings gleich weiter zum Friedensgedächtnismuseum Hiroshima. Das Museum ist interessant, informativ, gleichzeitig aber erschreckend und traurig. Zu wissen, dass es Länder auf dieser Welt gibt, welche im Besitz von Atombomben sind, macht einem Angst. Man kann sich gar nicht vorstellen, mit welcher Kraft und mit welcher Hitze diese Bombe Menschen verbrennen und Häuser wegfegen kann. Mit einem mulmigen Gefühl verliessen wir das Museum und gingen noch durch die Parkanlage, wo immer noch das „Skelett“ eines verbombten Gebäudes steht.

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Die zweite Nacht war nicht mehr so erholsam. Nein, es lag nicht an der Tatami-Matte, sondern am Erdbeben, welches uns in Angst und Schrecken setzte!! Aus irgendeinem Grund waren wir beide um ca. 2 Uhr morgens wach. Und ein paar Sekunden später gab es einen Knall und unser Haus fing an zu schaukeln. Aber nicht nur ein wenig, sondern ziemlich heftig!! Und auch nicht nur kurz! Als es vorbei war, sprach draussen jemand durch Lautsprecher! Aber was tun? Wir verstanden ja nichts!!! Dann gingen plötzlich Sirenen los und wir dachten schon an einen Tsunami. Im Backpacker blib es jedoch ruhig, also beruhigten wir uns dann auch wieder 😊 Am nächsten Tag fanden wir dann heraus, dass das Beben eine Stärke von 6.4 hatte und ein paar Gebäude in der Region Schäden davon trugen. Glück gehabt!

Weiter gings mit dem Tram nach Miyajima-guchi und mit der Fähre rüber auf die Insel Miyajima. Die Insel ist für den Itsukushima-Schrein und das Torii bekannt. Zuerst musste aber eine heisse Schoggi her, denn es war bitterkalt! Mit der Schoggi in der Hand machten wir uns auf den Weg.
Wir staunten nicht schlecht, als wir mitten auf der Strasse plötzlich Rehe sahen! Schnell Chrigi, mach eine Foto! Doch pressieren musste er nicht, denn die Insel war voller Rehe, zahmer Rehe 😊 Übrigens: wir nannten sie Mirzas! (Hmm, ein Rehschnitzel wäre jetzt nicht schlecht)

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Die Hauptgebäude des Itsukushima-Schreins ruhen direkt vor der Insel auf erhöhten Plattformen, deren Pfeiler bei Flut im Wasser stehen, so dass die ganze Anlage zu schwimmen scheint. Sie sind mit einem 280 Meter langen überdachten Korridor miteinander verbunden. Ein Teil des Schreins ist die älteste erhaltene Nō-Bühne der Welt, bestehend aus einer überdachten Bühne und einem durch eine Brücke damit verbundenen Gebäude für die Schauspieler. Weltberühmt ist das hölzerne Torii aus dem Jahr 1875, das etwa 160 Meter vor dem Schrein steht. Bei Ebbe kann es zu Fuss erreicht werden, bei Flut steht es vollständig im Wasser.

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Unser nächstes Ziel hiess Kobe und somit auch Kobefleisch verzehren 😋. Also musste die Mitarbeiterin im Backpacker daran glauben und zum Hörer greiffen. Wir wollten unbedingt, im voraus gegoogelten Restaurant, Platz haben. Gesagt, getan und schon sassen wir dort 😊 Wir bestellten extra das teuerste Fleisch, doch genau dies schmeckte uns nicht so. Das Rindfleisch hatte fast mehr fett dran als sonst was. Schon nach kurzer Zeit hatten wir genug und wir schworen uns, dass wir das nie mehr essen werden….Falsch gedacht! Am nächsten Abend gingen wir nochmals, bestellten aber das extra rote Fleisch. Es war köstlich! Und zudem noch viel günstiger 😄

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Noch etwas zum Abschluss:
In Japan gibt es doch tatsächlich warme WC-Sitze! Wie geil ist das denn 😃

Tokyo

Mann, waren wir gespannt, wie Japan, insbesondere Tokyo, sein würde!

In Narita Airport gelandet, merkte man bereits, dass man in einem anderen Land war.
Japan ist sehr strukturiert und innerhalb einer halben Stunde sassen wir bereits im Narita Express Richtung Tokyo. Mit dabei die Suica Card (Metrokarte) und der sehr wichtige Metrofahrplan. Die Stationen und die Wegweiser sind zum Glück auch auf Englisch angeschrieben und wir kamen im Untergrund gut zurecht. In der Metrostation Shibuya nach 1.5 Stunden angekommen und zum ersten mal im Freien, merkten wir, dass auch etwas anderes gewechselt hatte. Die Temperaturen! Trotz Thermounterwäsche, Fleecejacke, Kaputzenpulli, Windjacke, Handschuhe, Schal und Kappe, froren wir. Die Temperaturen bewegten sich nämlich um 8 Uhr abends bereits in den Minusbereichen. Nun musste etwas warmes her. Fürs Znacht suchten wir unser erstes Japanisches Restaurant auf und erwischten irgendwo im Untergeschoss eine wärmende Udonsuppe.

Gestärkt und gewärmt von der Mahlzeit, nahmen wir die letzte Etappe zu unserem Schlafplatz in Angriff. Beim herbeigewinkten Taxi öffnete sich die Hintertüre wie von Zauberhand. Erstaunt stiegen wir hinein und die Türe schloss sich auch wieder automatisch! Unser magisches Taxi brachte uns zum gewünschten Ziel, einem AirBnb. Dies ist eine Privatwohnung, welche wir tageweise mieten konnten.

Jetzt nur noch den Briefkasten mit dem blauen Zahlenschloss finden und rein in die Wärme. Das dachten wir zumindest… Das Zahlenschloss haben wir gefunden, das Schloss liess sich auch öffnen, aber vom Schlüssel fehlte jede Spur. Shit! Es war 23 Uhr, unsere SIM-Karten funktionierten in Japan nicht, Internet hatten wir auch keines und wir befanden uns mitten im Nirgendwo. Keine Chance sich mit der Vermieterin in Verbindung zu setzten. Resigniert, enttäuscht und durchgefroren, begannen wir eine andere Unterkunft zu suchen. Auch ein hilfsbereiter Japaner der für uns telefonierte erreichte die Vermieterin nicht. Doch beim umherirren, bemerkten wir, dass wir Wifi hatten. Unser IPhone hatte sich ins 7-Eleven Wifi eingeloggt und mittels E-Mail konnten wir Paula, unsere Vermieterin doch noch erreichen 😉

Nach kurzem E-Mail-Verkehr und einem Recheck in einer Briefkastenbox oberhalb von der bereits Durchsuchten, fanden wir den erlösenden Wohnungsschlüssel. Nach einer warmen Dusche und dem gescheiterten Versuch die Anleitung der Japanischen Heizung zu verstehen, deckten wir uns dick ein und waren froh, angekommen zu sein. Was für ein Start!

In den nächsten vier Tagen widmeten wir uns der Stadt Edo (Tokyo).
Gleich am ersten Tag hatten wir eine Privatführung von der Japanerin Hiro E Sano. Sie revanchierte sich nämlich für die Zürich-Führung, welche Jan und ich ihr im Herbst gegeben haben. Wir assen traditionelle Gerichte wie das Okonomiyaki oder tranken den Matcha-Tee und liessen uns die Japanische Kultur und Lebensgewohnheiten erklären. Weiter verbrachten wir den Sonntag mit einer Lieblingsbeschäftigung der Japaner. Spazieren und einkaufen – zusammen mit ganz Tokyo und deren Agglomeration ;-). Am Abend führte uns unsere AirBnb Gastgeberin Paula, welche uns kennenlernen wollte, zu einem einheimischen Lokal, zum Essen aus. Die Atmosphäre war wie in einer richtigen Knelle, die Gastgeber eilten umher und das Essen war weit mehr als köstlich! Göttlich! (gemäss Hattrick Terminologie) Genau so hatten wir es uns vorgestellt. Japan pur!

Die nächsten Tage waren streng, denn wir besuchten diverse Viertel wie die bekannten Roppongi, Shibuya und Akihabara. Wir shoppten im einzigartigen Tokyu Hands, in mehreren 7-stöckigen Shoppingcenter und amüsierten uns im berühmten 5-stöckigen Erotikshop M’s über Dinge, die die Sexwelt nicht wirklich braucht 🙂 Weiter gings zu berühmten Schreine, wunderschöne Tempel und zum Fischmarkt.

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Die Tuna Auktion verpassten wir leider, weil um 4.24 Uhr morgens die 120 erhältlichen Tickets (eigentlich kaufbar ab 5.00 Uhr!) bereits ausverkauft waren. Auf dem Fischmarkt findet man alles was im Meer ist. Wirklich alles! Und um den Besuch abzurunden, assen wir die frischesten Edomae-Sushi (Sashimi) quasi direkt aus dem Meer an einer uns empfohlenen Fischmarkt Adresse! Sensationell gut! Am letzten Tag besuchten wir einen Sushikurs, den wir bereits im Voraus gebucht hatten und assen unsere Kunstwerke gleich selber auf 🙂

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An Tokyo begeisterten uns vor allem die Menschen. Einerseits die riesigen Massen, andererseits die Perfektion und die Hingabe an ihrem Tun. All die Verneigungen, die Rituale, den Anstand usw.. Einfach faszinierend.

Diese Riesenmetropole kann man nicht wirklich in Worte beschreiben. Sie ist eher ein Mix aus:
– der Pünktlichkeit und Sauberkeit von der Schweiz,
– der Metro, dem Linksverkehr und dem Menschenandrang von London,
– den Wolkenkratzer und der LED-Plakatwerbung von New York,
– dem Eiffelturm von Paris.

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Tokyo muss man schon selber erlebt haben. Einfach genial.

Mittels JR Pass (eine Art GA für die Schnellzüge) reisten wir mit dem Shinkansen weiter nach Hiroshima. Tokyo werden wir in drei Wochen wieder besuchen. Hoffentlich blühen bis dahin die Kirschbäume!!!