Hiroshima und Kobe

Die Zugfahrt mit dem Shinkansen-Zug, welcher bis zu 300 km/h schnell sein kann, dauerte gut 4 Stunden um von Tokyo nach Hiroshima zu gelangen. Wir fuhren beim Mount Fuji vorbei, holten Schlaf nach und assen aus Bento-Boxen. Diese kann man an jedem Bahnhof kaufen und sie wird, glaub ich, auch von jedem, welcher mit dem Zug auf Reisen geht, gekauft. Man kann zwischen Sushi, Reis, paniertem Plätzli und sonstigen Leckereien auswählen. Auch wenn die Mahlzeit kalt gegessen wird, ist sie super lecker!

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In Hiroshima checkten wir in einem Backpacker ein und durften unsere erste Nacht in einem japanischen Zimmer verbringen. Der Boden ist mit einer Reis-Strohmatte bedeckt und die Matratze ist viel dünner als gewohnt und direkt auf dem Boden. Ob das bequem ist…..? Zuerst musste jedoch etwas in den Magen. Wir gingen in ein kleines Lokal, in welchem wir der Köchin direkt über die Schulter schauen konnten.

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Auf der Tatami-Matte haben wir übrigens sehr gut geschlafen!! Nach dem Frühstück gings gleich weiter zum Friedensgedächtnismuseum Hiroshima. Das Museum ist interessant, informativ, gleichzeitig aber erschreckend und traurig. Zu wissen, dass es Länder auf dieser Welt gibt, welche im Besitz von Atombomben sind, macht einem Angst. Man kann sich gar nicht vorstellen, mit welcher Kraft und mit welcher Hitze diese Bombe Menschen verbrennen und Häuser wegfegen kann. Mit einem mulmigen Gefühl verliessen wir das Museum und gingen noch durch die Parkanlage, wo immer noch das „Skelett“ eines verbombten Gebäudes steht.

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Die zweite Nacht war nicht mehr so erholsam. Nein, es lag nicht an der Tatami-Matte, sondern am Erdbeben, welches uns in Angst und Schrecken setzte!! Aus irgendeinem Grund waren wir beide um ca. 2 Uhr morgens wach. Und ein paar Sekunden später gab es einen Knall und unser Haus fing an zu schaukeln. Aber nicht nur ein wenig, sondern ziemlich heftig!! Und auch nicht nur kurz! Als es vorbei war, sprach draussen jemand durch Lautsprecher! Aber was tun? Wir verstanden ja nichts!!! Dann gingen plötzlich Sirenen los und wir dachten schon an einen Tsunami. Im Backpacker blib es jedoch ruhig, also beruhigten wir uns dann auch wieder 😊 Am nächsten Tag fanden wir dann heraus, dass das Beben eine Stärke von 6.4 hatte und ein paar Gebäude in der Region Schäden davon trugen. Glück gehabt!

Weiter gings mit dem Tram nach Miyajima-guchi und mit der Fähre rüber auf die Insel Miyajima. Die Insel ist für den Itsukushima-Schrein und das Torii bekannt. Zuerst musste aber eine heisse Schoggi her, denn es war bitterkalt! Mit der Schoggi in der Hand machten wir uns auf den Weg.
Wir staunten nicht schlecht, als wir mitten auf der Strasse plötzlich Rehe sahen! Schnell Chrigi, mach eine Foto! Doch pressieren musste er nicht, denn die Insel war voller Rehe, zahmer Rehe 😊 Übrigens: wir nannten sie Mirzas! (Hmm, ein Rehschnitzel wäre jetzt nicht schlecht)

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Die Hauptgebäude des Itsukushima-Schreins ruhen direkt vor der Insel auf erhöhten Plattformen, deren Pfeiler bei Flut im Wasser stehen, so dass die ganze Anlage zu schwimmen scheint. Sie sind mit einem 280 Meter langen überdachten Korridor miteinander verbunden. Ein Teil des Schreins ist die älteste erhaltene Nō-Bühne der Welt, bestehend aus einer überdachten Bühne und einem durch eine Brücke damit verbundenen Gebäude für die Schauspieler. Weltberühmt ist das hölzerne Torii aus dem Jahr 1875, das etwa 160 Meter vor dem Schrein steht. Bei Ebbe kann es zu Fuss erreicht werden, bei Flut steht es vollständig im Wasser.

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Unser nächstes Ziel hiess Kobe und somit auch Kobefleisch verzehren 😋. Also musste die Mitarbeiterin im Backpacker daran glauben und zum Hörer greiffen. Wir wollten unbedingt, im voraus gegoogelten Restaurant, Platz haben. Gesagt, getan und schon sassen wir dort 😊 Wir bestellten extra das teuerste Fleisch, doch genau dies schmeckte uns nicht so. Das Rindfleisch hatte fast mehr fett dran als sonst was. Schon nach kurzer Zeit hatten wir genug und wir schworen uns, dass wir das nie mehr essen werden….Falsch gedacht! Am nächsten Abend gingen wir nochmals, bestellten aber das extra rote Fleisch. Es war köstlich! Und zudem noch viel günstiger 😄

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Noch etwas zum Abschluss:
In Japan gibt es doch tatsächlich warme WC-Sitze! Wie geil ist das denn 😃

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