Hoch und Tief

Als wir in Quito landeten, dunkelte es bereits ein. Das Taxi brachte uns, nach fast fünfzig Minuten Fahrt, sicher im Hostel Revolution an. Mit knurrendem Magen machten wir uns auf den Weg zum nahegelegenen Cafe San Blas. Die Lasagne schmeckte wunderbar und die Pizza Calzone, so sagte Chrigi, sei eine der Besten, die er je gegessen hat! Keuchend und mit kalten Fingern und Ohren kamen wir wieder im Hostel an. Quito liegt auf 2850 Metern oben und da merkt man die dünnere und kältere Luft sogleich!

Am nächsten Tag führte uns der Ire Peter, welcher seit längerem in Quito lebt, zu den Highlights der Altstadt. Zuerst besuchten wir die Basilica, welche mit ecuadorianischen Tieren verziert ist.

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Weiter gings zum „San Francisco“ und zum „Grande“ Platz. Neben diesem besuchten wir die Kathedrale und bestaunten die Kirche „la Compania de Jesus“ von aussen.

Die Tour führte weiter durch die berühmte Strasse La Ronda. Tagsüber ist diese Strasse beinahe ausgestorben, doch am Abend soll hier, laut unserem Guide, alles überfüllt sein. Unsere Tour rundeten wir dann bei einem typisch-ecuadorianischen Zmittag in der Markthalle ab.

Der Nachmittag stand dann ganz im Suchen eines günstigen Galapagos-Angebotes. Im Reisebüro CarpeDM wurden wir sehr freundlich empfangen und es wurden uns die günstigsten Angebote für die kommenden Tage herausgesucht. Mit vielen Zahlen und Bootsnamen im Kopf wollten wir aber unser Glück noch in einem anderen Reisebüro versuchen. Die Angebote waren fast dieselben und so buchten wir unsere Reise schlussendlich doch im ersten Büro. Juhui: in 2 Tagen soll es losgehen!

Doch zuerst besuchten wir noch den Markt in Otavalo, welcher einer der grössten in ganz Südamerika sei. Und wir wurden nicht enttäuscht! Nach einer 3 stündigen Busfahrt kamen wir auf dem farbenfrohen Platz an. Stände, wohin das Auge reichte! Es wurden Lebensmittel, Hängematten, Schmuck, Kleider und vieles weitere angeboten.

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Man konnte sich fast nicht entscheiden bei einer solch grossen Auswahl. Doch auch Chrigi und ich wurden fündig und so fuhren wir am Abend mit vollen Taschen die 3 Stunden wieder nach Quito retour. Müde, aber happy 😊.

Am nächsten Tag wurden wir bereits um 4 Uhr morgens vom Taxi erwartet. Die Fahrt zum Flughafen, das Einchecken und der Flug verliefen tipptop. Am Flughafen auf der Insel Baltra wurden wir von unserem Guide und einem Crewmitglied empfangen. Ganz neugierig warteten wir auf die weiteren Gäste, mit welchen wir die kommenden 8 Tage auf dem Katamaran Nemo II verbringen würden. Schlussendlich waren wir 10 Gäste: Safinaz und Michael aus Deutschland, Ali und Alex aus England, Darren und Karina aus Australien, Ines und Cinthia aus Ecuador und wir zwei.

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Dazu kamen noch Peter, unser Guide, und 6 Crewmitglieder und somit waren wir komplett. Wir wurden der Kabine 4 zugeteilt: eigenes Bad, 1 Bett, wo wir unser Gepäck ausbreiten konnten sowie ein grosses Hochbett mit „Dachfenster“. Unsere „Ferien“ konnten beginnen! Ja, Ferien! Denn wir „mussten“ während den folgenden Tagen weder „zügeln“, noch kochen oder uns um etwas kümmern. Herrlich 😄!

Kurz vor dem Nachtessen machte uns Peter darauf aufmerksam, dass der Wellengang bald an Intensität zunehmen werde und so empfahl er denen, welche seekrank werden könnten, eine Pille zu nehmen. Gesagt, getan. Und um halb 9 lagen wir ein wenig „benebelt“ bereits im Bett. Und diese Wunderpille half auch wirklich und es wurde niemand seekrank. Dass wir auf einem Katamaran waren, half vermutlich auch noch. Denn dieser bewegt sich bei Wellengang viel weniger, als andere Schiffe.

Am nächsten Tag besuchten wir die Insel Santa Cruz und dort die riiiiiesigen Landschildkröten.

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In der Nacht segelten wir zur Insel San Cristobal, wo wir am nächsten Tag zum ersten Mal auf Seelöwen an Land stiessen und später beim Kicker Rock tiefsee-schnorcheln gingen. Denn wir gingen nicht vom Land her ins Wasser, sondern vom kleineren Boot aus. Das Schorcheln fand dann im Tauchanzug statt. Denn das Wasser war, meiner Meinung nach, eiskalt! Brrr….Auch im Wasser erlebten wir die Tierwelt von ihrer schönsten Seite. Wir sahen diverse Fische, neugierige Seelöwen unter Wasser, welche einem Luftblasen ins Gesicht blasen, Galapagos- und Weissspitzenriffhaie, Rochen, Wasserschildkröten. Und dies in unmittelbarer Nähe. Die ganz Mutigen unter uns, gäll Chrigi, „jagten“ die harmlosen Weissspitzriffhaie sogar 🙈.

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Über Nacht wurde immer gesegelt und so besuchten wir des weiteren die Inseln Espanola, Floreana, Santa Fe, Chinese Hat und Bartolome. Jede Insel ist einzigartig und landschaftlich wunderschön! Auf fast jeder sahen wir Seelöwen, Echsen und Blaufusstölpel.

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Zudem konnten wir viele Krebse beobachten und vereinzelt sogar auch Adler, Flamingos, Bussarde, Reiher, Möwen, Pelikane, Albatrosse und Pinguine! Wir konnten uns gar nicht satt sehen und es überraschte uns immer wieder, wie nahe man sich den Tieren nähern konnte.

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Wir gingen auf jeder Insel an Land und fast täglich schnorcheln. Zudem besuchten wir noch die „Postbüro-Bucht“ mit seinem speziellen Briefkasten aus Holz. Man legt seine Post hinein, ohne Briefmarke, und hofft, dass sie von anderen Touristen mitgenommen wird. Die Person, welche die Post mitgenommen hat, „sollte“ sie dann persönlich beim Empfänger vorbei bringen. Dies sollte ja eigentlich nicht so schwierig sein…..Schweizer hats ja bekanntlich überall 😄.

Und so beendeten wir unsere „Ferien“ nach 8 Tagen wieder und flogen nach Quito zurück. In Quito verbrachten wir noch 3 weitere Tage. Gleich am Montag konnten wir noch dem Präsidenten von Ecuador zuwinken. Dieser kommt nämlich jeden Montag um 11 Uhr auf den Balkon des Regierungsgebäudes. Nebst dem Winken, wird Musik gespielt und die Garde reiht sich samt Pferden auf dem „Grande“ Platz auf. Wir gingen nochmals die Altstadt besuchen und bestiegen diesmal noch die Türme der Basilica. Des weiteren gingen wir noch in die Kirche „la Compania de Jesus“, welche mit Goldblättern verziert ist.

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Und zum Abschluss brachte uns ein Taxi zum Aussichtspunkt „el Panecillo“.

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Von diesem Engel, welcher nochmals 200 Meter höher als Quito steht, hat man eine tolle Aussicht über einen Grossteil der Stadt.

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Am Abend assen wir in einem Restaurant in der „la Ronda“. Und Peter hatte recht, es war wirklich viel mehr los (gegenüber am Tag) in dieser doch eher engen Gasse.

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Ein Gedanke zu „Hoch und Tief“

  1. Letztendlich sortiere ich meine China-Sachen und finde eure Adresse – atemberaubend! Habe mich noch nicht ganz durchgearbeitet, aber die Bilder sind der Wahnsinn. Bin froh zu hören, dass es euch auf eurer kleinen Weltreise gut geht und ihr alles auskostet. 🙂

    Liebe Grüße aus Deutschland!

    Susann aus dem deutschsprachigen Zimmer in Peking 😉

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