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Pech und Pannen

Unser nächstes und auch letztes Ziel in den Philippinen hiess Palawan. Wieder einmal waren wir auf die Hilfe der Philippinos angewiesen. Unser erster Flug hatte nämlich Verspätung und so landeten wir viel zu spät in Manila. Mit Sack und Pack rannten wir durch den Flughafen zum Check-in. In Coron konnten sie uns zwar die Anschlussflugboardingkarte aushändigen, doch das Gepäck konnte nicht „durchgecheckt“ werden. Es sah so aus, als hätten sie den Schalter nur noch wegen uns offen. Das Gepäck wurde nicht mit dem Band befördert, sondern gleich von Angestellten beschlagnahmt und von Hand zum Flugzeug getragen. Und wir 2 wurden von einem Angestellten bis zum Gate gebracht. Glück gehabt, wir kamen inkl. Gepäck in Puerto Princesa an.

Beim Check-in im Hotel hat mein Schleckmaul-Herz höher geschlagen. Gleich neben der Reception stand ein Kühlschrank voller Schweizer Schoggi. Als Bettmümpfeli gabs dann ein Munz Schoggistängeli und ein Kägifret. Nicht schlecht 😋

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Am nächsten Tag besuchten wir den Unterwasserfluss von Palawan. Touristen werden in einem kleinen Boot 1.5 km in die Höhle gepaddelt. Die ganze Höhle ist jedoch 8.2 Km lang und voller Stalagmiten und Stalaktiten. Unser Bootsführer hatte für jede Felsformation einen Namen, wie z.B. Sharon….Stone 😂. Oder dann sah er Pilze, Tintenfische oder ein Frauenpo! Und das Wasser dürfe man ja nicht berühren – man wird ja sonst nass!! Zudem warnte er uns: wir sollen ja nicht nach oben schauen ohne den Mund geschlossen zu halten. Die Höhle war nämlich voller Fledermäuse 😊

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Für die nächsten 4 Nächte haben wir ein Zimmer in El Nido gebucht. Zuerst hiess es aber noch 5-6 Stunden mit dem Minivan zu reisen. Es war eng, unbequem und es schleuderte uns von rechts nach links und umgekehrt. Der Fahrer hatte es seehr eilig und die Strasse war nicht etwa gerade…..Durch die Dörfer oder bei Schulen wurde einfach gehupt und nicht etwa ein wenig gebremst. Gleich neben mir sassen zudem 2 Schweizer. Welch Zufall!

Das Hotel in El Nido war ein wenig ausserhalb vom Zentrum; an schöner, sehr ruhiger Lage. Doch der Schein trügt. Zuerst konnte der Manager unser Zimmerschlüssel nicht finden und dann konnten wir nicht ins Zimmer, weil es nicht gereinigt war. Also schlürften wir zuerst einmal einen frisch gepressten Mango Saft im Restaurant. Es kam aber noch schlimmer! Die 2. Nacht verbrachten wir mit den Ameisen. Tausende Ameisen, welche aus dem Dach runter kamen. Es wäre gar kein Problem gewesen, wenn diese Viecher an der Wand geblieben wären. Nein, sie mussten auch noch zu uns ins Bett kommen! Mit Schlafen wars vorbei. Es juckte überall und wir waren hellwach. Chrigi ging zur Reception runter um zu fragen, ob evtl. ein anderes Zimmer frei ist. Leider nein. Also sprayten wir den Matrazenrand mit Antibrumm ein und gingen wieder ins Bett. Die Spinne, welche wir auch noch im Zimmer hatten, lebte nicht lange. Cyrill sei Dank! Cyrill war unsere Zimmereigene 25cm riesen Eidechse, welche sich schön brav hinter dem Wandspiegel versteckt hatte, einen aber wegen seiner Grösse doch erschrecken kann 😄 Und waren da nicht noch Mäuse unter dem Dach? Auf jedenfall war etwas lautes dort oben…

Am nächsten Morgen checkten wir aus. Anstatt dass der Manager sich entschuldigte, Versuchte der Manager uns die Schuld wegen der Ameisen in die Schuhe zu schieben: Dies passiere halt, wenn man Lebensmittel im Zimmer hat. Mäuse unter dem Dach? Nein, auf keinen Fall, sicher nicht in seinem Hotel! Wir hatten aber kein Essen im Zimmer und warscheinlich waren es Ratten anstelle von Mäusen.

Also checkten wir bei Hansruedi und Nitz, den Nachbarn, ein. Die beiden pensionierten Schweizer vermieten auf ihrem riesengrossen, wunderschönen Grundstück 2 Zimmer. Zur Begrüssung gabs Coci, Sprite und leckere Bananen. Hier fühlten wir uns wohl. Wir wurden sogar für den nächsten Abend zum Essen eingeladen.

Am nächsten Tag mieteten wir ein Töffli. Diesmal eine grössere Maschine, Halbautomatik 😀. Das fahren im Norden von El Nido war nicht ganz so angenehm. Die Strasse war nicht asphaltiert und demzufolge sehr holprig und staubig. Leider konnten wir die Fahrt nicht sehr lange geniessen. Unser Töffli hatte plötzlich Schwierigkeiten mit dem Beschleunigen; vorallem bergauf! „Chrigi, wir sind zu schwer für dieses Philippinotöffli!!“ Manchmal kamen wir ganz knapp oben an, manchmal stieg ich ab, manchmal musste ich sogar stossen. „Chrigi, hoffentlich bringt uns dieses Töffli noch nach Hause?!“ 3 Stunden später und etwa 15 km vor El Nido ging gar nichts mehr. Gut, so musste das Töffli halt gestossen werden…..Beim Vorbeifahren wurde gehupt und gelacht. Vermutlich gingen die Philippinos davon aus, dass uns das Benzin ausging. 4 Touristen und 4 Einheimische hielten an. Die Touristen versprachen uns, den Vermieter zu informieren, die Einheimischen schauten sich das Töffli an und versuchten die Ursache herauszufinden. Doch niemand konnte uns helfen. Etwa 1 Stunde später kamen wir schweissgebadet zu einem Dörfli, mit gekühltem Coci und Helfern. Mit einer Schnur am Lenker schleppte das Trycicle unser Töffli bis zur „Tuningstation“ ab, wo man uns mitteilte, dass das Töffli nicht auf die Schnelle repariert werden könne. Irgendetwas im Motor sei kaputt. Also fuhren wir mit dem Trycicle weiter bis nach El Nido zum Vermieter. Dieser zeigte sich zum Glück verständnisvoll und so mussten wir nur die Miete bezahlen. Glück gehabt!

Zurück ins Hotel und ab unter die Dusche! Denn um 7 gabs ja bei Nitz und Hansruedi Znacht! Zu 7. sassen wir am Tisch: Nitz, Hansruedi, wir 2 , die Schwester von Nitz und 2 Angestellte. Es gab Calamari, Salat, Nudeln und Reis. Es war köstlich! Hansruedi öffnete noch eine Flasche Brandy und wir 4 plauderten bis fast um Mitternacht über Gott und die Welt bis die Flasche leer war. Was für zwei nette und interessante Leute diese Nitz und dieser Hansruedi! Wir werden uns bestimmt bei ihnen melden, um sie dann mal in der Schweiz zu treffen.

Am nächsten Tag gings zurück nach Puerto Princesa und dann am darauffolgenden Tag weiter zum Flughafen. Auf Wiedersehen Philippinen!

Fliegen mal anders

„Die Reise ist das Ziel“ heisst es im Volksmund. Doch diese Flugreise ist wirklich etwas übers Ziel geschossen.

„Bitte stehen Sie auf die Waage?“ Sagte die Check-in Dame am Flughafen. Wie bitte? (Gruss an Jan der wohl mit einem: „How gnau? nachgefragt hätte). Wir sollen bitte mit unserem Handgepäck zusammen auf die Waage stehen, wiederholte die Frau hinter dem Tresen und zeigte auf die Waage.
Gesagt, getan und Gewicht aufgeschrieben. Die Situation war etwas merkwürdig und wir hofften, dass wir nicht in einem Segelflugzeug landen würden 😂. Eine Stunde später befanden wir uns immerhin in einem Propellerflugzeug und sassen in der vordersten Reihe in einem Viererabteil. Vierabteil?!? Genau. Als einzige zwei hatten wir den Rücken zum Piloten und eine Sicht, wie sie nur die Stewardessen geniessen dürfen. „Muss ich jetzt die Sicherheitsvorkehrungen ansagen?“ Witzelte ich zu Andrea. Wir sassen ja schliesslich in einem Billigflieger. Man weiss ja nie, andere Länder andere Sitten. Doch kurz vor Abflug zog die Flugbegleiterin doch noch einen Klappsitz aus der Wand und sass mitten im Gang direkt neben mir. Ich weiss nicht wers lustiger fand. Ich, die Passagiere oder die Stewardess selber.

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Wir rollten zur Startbahn und mit einem schnellen Start befanden wir uns schon in der Luft – natürlich mit Sicht auf die Gesichter der Passagiere. Da wir keinen Brustgurt hatten, mussten wir uns gut mit den Füssen gegen den Boden stemmen. Die Sicht war schon etwas speziell vor allem weil man nach unten durchs ganze Flugzeug schaute. Freuen wir uns mal auf die Landung 😜. Doch zuerst gab es ein weiteres Novum: Schon mal ein Quizspiel im Flugzeug gespielt? Nicht? Kein Problem, ich erkläre euch wie es funktioniert: Die hintere Stewardess stellt die Fragen durchs Mikrophon, die Passagiere heben die Hand und die vordere Stewardess bringt die Preise. Drei Fragen, drei blitzschnelle Antworten und drei kitschige, gesponserte Anhänger eines Weinhändlers als Preis. Nun wandten sich die zwei Flugbegleiterinnen doch dem normalen Alltag zu und fuhren mit dem Getränkewägeli durch den Flur. Bei uns angekommen wechselten sie geschickt die Box und zogen sich Sonnenbrillen an um Uhren, Ketten und eben Sunglasses zu verkaufen. Und alles mit einem kleinen Grinsen im Gesicht. Eine lustige Airline, die Cebu Pacific 😎. Belustigt und mit reichlich neuen Erfahrungen landeten wir in Coron, unsere nächste Station.

Keiner der vielen Philippinischen Inseln hat den besseren Snorkel- und Diving Ruf als Coron.

In diesem Gebiet gibt es Korallenbuchten, Lagunen, Seen und die legendären Schiffwracks. Im zweiten Weltkrieg spielten die Gewässer Philippinens eine zentrale Rolle im Krieg Japan gegen die USA. Viele der hier stationierten, hervorgedrungenen Japanischen Versorgungs- und Kampfschiffe wurden von den USA versenkt. Jetzt, 70 Jahre später sind diese versunkenen Schiffe mit Korallen übersehen und beliebte Diving- oder Snorkelspots.

Um die verschiedenen Highlights der Calamian Group rund um Coron Island zu erkunden, kommt man nicht an Tourenanbieter vorbei. So buchten wir gleich drei Tagestouren was sich mehr als gelohnt hat.

Die Touren waren sehr abwechslungsreich und wir starteten jeweils um 8 Uhr und beendeten die Tour um 5 Uhr.

Ob an Land oder unter Wasser, es war immer genial. Die vier Highlights waren:
– das Lusong Gunboat Schiffswrack, welches man beschnorcheln konnte. Dieses ist ca. 30 Meter lang und der höchste Punkt des Schiffes findet man bereits einen Meter unter Meeresspiegel. Die Aussenseite war bereits mit Korallen besetzt und die vielen farbigen Fische konnten sich vollfressen 🐠🐟🐡🐋.
– der langgezogene Coral Garden, wo man die farbigsten Korallen bestaunen konnte. Zudem trieb einem die Strömung sanft der Küste entlang und immer zu neuen Farben und Formationen.
– die winzige Bulog Island, die ein perfektes Fotosujet und unglaublichen Strandspass bietet. Für mich, der idyllischste Strand meiner Ferienkarriere!

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– die verschiedenen Fahrgäste. Beim ersten Trip, benannte Andrea die drei Taiwanesinnen mit Stöckelschuhen (!): „Chiceria“. Das passte auch, weil die Damen ohne Schwimmerfahrung und mit Schwimmweste nicht zurück ins Boot schwimmen konnten. Somit genoss unser Bootsführer einen Baywatchmoment und rettete die Damen inkl. roter Rettungsboie. Am zweiten Tag trafen wir auf den Shanghaier Bruce, welcher uns seine Heimatstadt zeigen wird und als dritten einen 73-jährigen Mann, der auf den Treppen, vom Boot und über Steine stolperte, sich aber partout nicht helfen lassen wollte. Wenn er Hilfe und einen Gehstock benötige, dann werde er zurück in die USA fliegen. Aber solang er gehen kann, leiste er Freiwilligenarbeit, was er seit Jahren mit Stolz tut. Jedenfalls entschuldigte er sich, in seinen vielen Erzählungen für die Verfehlungen seines Landes, was ihn äusserts sympathisch machte. Am dritten Tag gewährte uns eine 32-jährige, in Genf wohnhafte Französin, Einblicke in die Erfahrungen des Roten Kreuzes. Als wir über das Buch „Marching Powder“ sprachen, wo sich Häftlinge in La Paz in Bolivien sogar ihre eigene Zelle kaufen müssten. „Das sei in vielen Ländern der Fall”, wie sie dies selber als Mitarbeiterin von Gefängniseinrichtungen erlebt hatte. Echt interessante Begegnungen.

In diesen vier Tagen bestanden unsere zwei Mahlzeiten hauptsächlich aus Fisch. Am Mittag jeweils in grillierter Version, welche von den Bootsführer bereits im Boot während der Fahrt grilliert wurde. Am Abend vor allem als rohen Fisch in Form von Thun-Sashimi im einheimischen Restaurant „Sinuba Sa Balay“! Sensationell!

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Die nächsten sieben Tage werden wir auf der langgezogenen Insel Palawan verbringen. Somit stand wieder ein Flug vor der Tür und wieder gab es etwas zum Schmunzeln. Der kleine Abflugsflughafen mit der Grösse einer Turnhalle, hatte keine X-Rays. Jede einzelne Tasche musste per Hand durchsucht werden. Jedoch interessierten sich die zwei Polizisten eher für unsere Bücher und Schuhe als für alles andere 😂.

Walhaie und Schoggiberge

Malapascua haben wir in der Zwischenzeit hinter uns gelassen. Nach 45 Minuten auf dem Boot und ungefähr 6 Stunden im Bus erreichten wir Cebu City. Wir stellten unser Gepäck in der Pension ab und gingen zuerst WC-Papier kaufen. In vielen öffentlichen WCs gibt es nämlich kein WC-Papier, dafür aber einen Wasserschlauch…..naja 😊. Und das WC-Papier wirft man anschliessend in ein Kübeli, welches dort bereit steht. Und falls die Spülung nicht gehen sollte, nimmt man mit einem kleinen Eimer Wasser aus der Regentonne und spült halt damit 😊.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Bus nach Oslob. Martina, unsere tschechische Wandergenossin von Batad, gab uns den Tipp, dorthin zu fahren. Sie meinte, man könne dort mit Walhaien schnorcheln gehen. Also sagten wir dem Buschauffeur, er solle uns in Oslob raus lassen. Und nach 3 Stunden Busfahrt, standen wir in Oslob am Strassenrand. Im Internet hatten wir uns ein nettes Hotel ausgesucht. Das Blöde war jedoch nur, dass dies im Ort niemandem bekannt war….Und wohin jetzt? Das Fräulein im „Touristenbüro“ kannte das Hotel auch nicht…..Brochuren oder eine Karte vom Ort hatte sie auch nicht. Internet gab es auch nicht. Das Touristenbüro bestand eigentlich nur aus einem Pult und einem Stuhl 😄. Doch: sie organisierte uns den Transport zu einem anderen Hotel 😊. Töffli, welches vorbeigefahren ist angehalten, Preis abgemacht und los gings. Chrigi setzte sich, mit dem grossen Rucksack am Rücken, hinten rauf und der Fahrer schnallte sich den kleinen Rucksack um den Bauch. Wenige Minuten später wurde auch ich abgeholt und sicher zum Hotel chauffiert. Aber wo war das Hotel? Wir mussten circa 200 Meter die Klippen runter laufen und dort war es in den Felsen gebaut. Wunderschön!

Am nächsten Tag machten wir uns auf zum Schnorcheln. 2 Angestellte vom Hotel paddelten uns in einem kleinen Böötli rüber zum Schnorchelplatz. Nach einer kurzen Schulung der „do’s and don’ts“ wechselten wir aufs Boot. Nur circa 50 Meter vom Ufer entfernt, durften wir ins Wasser. Kaum hatten wir den Kopf unter Wasser, sahen wir die risiegen Kollosse umherschwimmen. Was für ein Erlebnis!!!! Die Haie waren direkt vor unserer Nase. Riesig, friedlich, im Wasser schwebend. Es war genial! Zum Glück gibt es die netten Fischer, welche die Haie gefüttert haben…sonst wären die gar nicht dort.

Die Reise ging weiter und zwar auf die Insel Bohol. Wir entschieden uns, einen Roller zu mieten und die Insel selber zu erkunden. Das Wetter spielte super gut mit, der Verkehr war auch okay und alle Leute winkten uns oder riefen uns sogar zu. Die Aufgaben schienen verteilt. Chrigi hupte, Andrea winkte.

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Erster Stop: Tarsier-Äffchen. Ganz langsam und leise wird man durchs Gebüsch gelotst. Diese kleinen Äffchen sind nachtaktive Tiere, welche tagsüber einfach auf einem Ast schlafen oder schlafen sollten. Ein Äffchen fand wohl den Schlaf nicht so recht und blickte mit seinen grossen Augen direkt in die Kamera.

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Wieder auf dem Roller und ein paar Kilometer weiter, kamen wir zu einer Sackgasse. Unser Weg war unterbrochen – ein Erdbeben zerstörte im vergangenen Herbst die Brücke. Wir „mussten“ aber auf die andere Seite des Flusses oder einen weiten Umweg fahren. Hmmm, wie weiter? Ein Philippino teilte uns mit, dass wir ab 15.00 Uhr mit dem Töffli über die Fussgängerbrücke könnten. Wir überlegten und entschieden uns, zuerst etwas essen zugehen. Also führte er uns zu einem Restaurant, wo wir für CHF 4.–/Person assen. Wohl bemerkt, inkl. Getränk und es war all you can eat. Es war erst 13.30 Uhr…..und dann fing es auch noch an zu regnen. Der gleiche Philippino hatte wohl zum Zmittag einen „Gedankensblitz“. Er bot uns nämlich an, mit unserem Töffli einen 20 minütigen Umweg über Stock und Stein zu machen. Wir mussten ihm nur 2 CHF bezahlen und auf der anderen Seite des Flusses zu warten. Ja warum eigentlich nicht? Er wird ja wohl nicht unser Töffli klauen, oder? 20 Minuten später fuhren wir weiter, ohne Regen, und der Philippino ging wohl wieder auf die andere Seite des Flusses, Touris abfangen 😄. Kurze Zeit später schüttete es wieder. Dies ist auf dem Töffli, ohne Helm, nicht so nett (Zusatzinfo zum Helm: die Helme, welche die Vermieter zur Verfügung stellten, waren nicht zu gebrauchen. Viel zu gross, und das Innenpolster fehlte fast überall, also liessen wir sie zurück). Ziemlich durchnässt kamen wir in Carmen an. Jetzt eine warme Dusche, herrlich. So war es auch, bis das Wasser kalt wurde und dann gar kein Wasser mehr kam. „Chrigi, ich bin voller Schaum und es kommt kein Wasser mehr“!!! Mein Retter in der Not ging es melden und das Wasser lief wieder. Aber nur kaltes. Nicht so schlimm, das kannten wir ja bereits von anderen Hotels. Warmes Wasser ist selten im Standard-Zimmerpreis dabei. Ab und zu buchen wir extra ein Superior oder sogar ein Deluxe Zimmer nur um warm duschen zu können 😊.

Gestärkt mit einem Brötli von der Bäckerei ging es am nächsten Tag zum Aussichtspunkt für die Chocolate Hills.

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Das sah wirklich kuul aus!! Angeblich soll es 1268 von diesen Bergen geben.

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Die Rückfahrt nach Tagbilaran war auch nicht viel angenehmer. Der Regen verfolgte uns während fast 2 Stunden. Nun, was macht man an einem verregneten Sonntagnachmittag? Das gleiche wie die Philippinos. Man geht ins Einkaufscenter 😄

the „Philippino way“

Nach neun strengen Tagen war es wieder Mal Zeit, die Wanderbeine an einem Strand zu erholen. Ipad gestartet, Flug gebucht und beim Italiener mit einem Limoncello auf unsere nächste Destination angestossen: Boracay!

Am nächsten Tag checkten wir mal die Infrastruktur auf Herz und Nieren: Angeles City-Jeepney-Bus-Taxi-Propellerflugzeug-Tricycle-Boat-Tricycle-Boracay! Der Trip dauerte acht Stunden und wir erreichten unser Hotel just beim Sonnenuntergang! Was für ein Anblick!

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Boracay ist vor allem für seine fantastischen Sonnenuntergänge bekannt, den postkartenwürdigen Palmenstrände sowie fürs türkisgrüne, klare Wasser! Schlicht, ein Traum! Die Restaurants sind aber auch nicht ohne. Jede internationale Küche ist vertreten. Auch die Schweiz; mit Kalbsbratwurst und Züri Gschnätzeltes 😃. Mit der Wurst im Teller und den Füssen im Sand fühlten wir uns, als grosse Seefahrernation, wie zu Hause ⛵️. Der Tag wurde mit einem Fanta (1 CHF) und einem Caipirinha (60 Rappen) abgerundet. Nach vier Tagen entweder am Strand, Restaurant oder im Himmelbett, buchten wir unseren nächsten Flug via Cebu Richtung Malapascua. Dachten wir zumindest… Am nächsten Morgen dann die E-Mailüberraschung. Der Flug konnte aufgrund einer Überbuchung nicht endgültig bestätigt werden. Auf gut Glück wollten wir es beim Flughafen selber versuchen. Und an diesem Punkt muss man die Philippinos wirklich loben. Uns wurde schon mehrmals aus reiner Hilfsbereitschaft geholfen und alles Mögliche organisiert. Egal ob Türsteher, Polizist oder Passant. Alle legten sich sofort ins Zeug und man war erste Priorität. Und als wir uns jeweils mit einem freundlichen „Thank you“ bedankten, begannen sie erst recht zu strahlen. Obwohl sie uns geholfen haben, gaben sie UNS das Gefühl, ihnen den Tag bereichert zu haben.

Etwas anders sieht es aus, wenn man gewisse Arbeitsabläufe genauer unter die Lupe nimmt. Öfters ist uns die Strukturlosigkeit in vielen Belangen aufgefallen. Ein Beispiel für die fünfminütige Überfahrt nach Boracay: Beim ersten Schalter löste man das Fahrticket nach Boracay. Beim zweiten das Environmentticket, beim dritten das Terminalticket. Fünf Meter weiter vorne riss eine Mitarbeiterin die Bons der Tickets zwei und drei ab und sogleich öffnete eine weitere Mitarbeiterin ein Drehkreuz mit einem immer wieder neuen Badge. Zwanzig Meter weiter vorne nahm ein weiterer Mitarbeiter das letzte Ticket entgegen und liess uns endlich ins Boot 😅. Mal abgesehen von den weiteren fünf Nasen, die zwischen diesen Posten einfach herumstanden.

Auf jeden Fall standen wir nun am Flughafen Boracay und kamen wieder mal in den Genuss der übereifrigen Helfer. Der Verkäufer suchte uns einen passenden Flug von einem anderen Flughafen raus und sogleich verschwand ein Mitarbeiter, um einen Minibus zu organisieren. Ein weiter rannte mit Andrea zum Terminal und liess sie in die Ankunftszone der Passagiere rein, um Geld abzuheben. Und die vierte im Bunde, die schminkte sich bereits seit unserer Ankunft unbekümmert weiter 😀. Somit war unser Flug innerhalb von fünf Minuten organisiert und der Minibus, voll beladen mit Touristen, stand schon vor der Tür und wartete nur noch auf uns. Angekommen am winzigen Flughafen, fanden wir noch vor dem Eingang eine Schlange von ca. 200 Touristen vor. Mit dem Gedanke im Hinterkopf, dass unser Check-in bereits in 15 Minuten schloss, suchte ich bereits nach einem Schlupfloch. Also lief ich zuvorderst zur Schlange, traf auf einen Polizisten und erklärte unser Problem. Ein paar Minuten später 😝, hatte uns der Polizist wie ein Bodyguard bis zum Check-in durchgeschleust. Wir waren bereits als Nächste an der Reihe und irgendwie schien es uns fast normal, dass „the Phlippino Way“ wieder einmal funktioniert hatte 😎.

Am Ende des Tages rekapitulierten wir den Tagestrip: Boracay-Tricycle-Boot-Tricycle-Minivan-Flugzeug-Privattaxi-Privatboat-Malapascua Island-Sonnenuntergang 😎. Wir checkten bei Fredy, einem pensionierten Schweizer, im Cocobana ein und assen im besten Restaurant der bisherigen Reise. Beim Italiener „Angelina“ 🇮🇹🇮🇹🇮🇹!

Malapascua ist eine wunderbare kleine Insel, welche man in drei Stunden zu Fuss umrundet hat. Gleichzeitig ist sie aber auch eines der Opfer des Taifuns vom November, welcher Hunderttausende auf den Philippinen zur Obdachlosigkeit gezwungen hat. Sehr viele Häuser, Palmen und Schiffe wurden vollständig zerstört und letztere wurden sogar durch die unglaubliche Windstärke auf Bäume gehievt. Der Verwüstungsakt, welcher die Insel schwer mitgenommen hatte, dauerte fast vier Stunden. Die Hotel- und Restaurantbesitzer erzählten mir erstaunliches. Die Einheimischen vergossen weder Tränen noch fluchten sie. Nein, sie begannen sofort mit dem Aufräumen und Aufbauen. Die Aufbau- und Räumungsarbeiten gehen jedoch schleppend voran, erstens weil die Rohstoffe in der Region nirgends mehr erhältlich sind und zweitens weil die modernste Maschine auf der Insel eine kleine Handfräse ist.

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Von all dem gesammelten Geld der Hilfswerke haben die Einwohner bisher keinen Peso gesehen. Und werden dies wohl auch nicht. Umso schöner ist es, dass zwei Schweizer Zimmermänner eine Schule aufbauen und eine weitere kleine Organisation den Aufbau von Wohnhäuser und Gemüsegärten zur Selbstversorgung der Einwohner hier in Angriff nimmt.

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Aber das Leben auf der, trotz allem, wunderschönen Insel geht weiter. Die Bewohner gehen ihren Gewohnheiten nach und pflegen ihre Traditionen weiterhin. Als wir nämlich die Insel bei einem Spaziergang in Augenschein nehmen wollten, hörten wir weit entfernt jubelnde Männerstimmen. Ich kombinierte sogleich: Männerstimmen, Sonntagnachmittag, Dorfkern. Da findet doch…!?! Yes! Innerhalb Sekunden hatte ich Andrea bereits um zwanzig Meter distanziert und folgte der immer lauter werdenden Männerstimmen. Angekommen in der Arena, stieg ich sofort auf eine Tribüne aus Bambusrohren und erlebte ehrliche und echte kulturelle Momente. Ich erlebte meinen ersten Cockfight!

Dieser findet jeden Sonntag statt und ist eines der Wochenhighlights der Philippinos. Zuerst werden in der Arena, in den Händen der Besitzer, zwei Hähne dem Publikum präsentiert. Als zweiter Akt dürfen sich die federnden Gladiatoren, welche sich immer noch in festem Griff befinden, „beschnuppern“ oder „küssen“. Das bedeutet, dass die Köpfe der Hähne aneinander gehalten werden und die Kampfhähne nun ihren Kragen als Machtdemonstration aufstellen. Anhand der von den Hähnen gezeigte Aggressivität wird die Quote und der Wetteinsatz festgelegt. Um die Kämpfe zusätzlich blutrünstiger und wohl auch etwas kürzer zu machen, ist an einer Kralle ein ca. 7 cm langes, scharfes Messer befestigt und soll nur einem Zweck dienen: Den anderen Hahn zu töten. Als zweite Waffe dient der Schnabel, welcher gnadenlos zu picken kann. Und dann geht es los! Die Kampfhähne werden losgelassen und die Männer lassen ihren Emotionen freien Lauf. Erst nachdem ein Hahn am Boden liegt, greift der Schiedsrichter ein. Das passiert bereits nach ein paar Minuten. Der Kampfrichter hält beide Hähne in die Luft und lässt den scheinbar besiegten Gegner auf den Boden fallen, um nachzuprüfen, ob dieser auch tot ist. Ist dies nicht der Fall lässt er den anderen Hahn wieder frei und der Kampf geht weiter. Bewegt sich dieser aber nicht mehr, ist der Kampf beendet und der besiegte Hahn landet im Kochtopf 🍗.

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Hängende Särge

Da wir im Hotel Nature’s Mist in Banaue ja keine Reservierung hatten, mussten wir um halb 7 bereits auschecken. Den neuen Gästen wurde unser Zimmer gleich nach Ankunft der langen Busfahrt versprochen. Also standen wir um viertel vor 7 auf dem kleinen Marktplatz voller Vans, Jeepneys und Tricycles. Und wie es hier halt so läuft, sassen wir kurz darauf bereits in einem Van Richtung Sagada. Das gemütliche Zmörgelen konnte ich wohl vergessen. Die Fahrt ging weiter in die Berge; wir passierten eine Kurve nach der anderen, vorbei an Reisfelder bis wir schliesslich nach Bontoc kamen – unsere Rettung: der Geldautomat.

So kamen wir doch in Banaue an, ohne vorher noch Bargeld bezogen zu haben! Und Banaue hatte ja schliesslich soooo viele Geldautomaten, nämlich 0. Wir rechneten rauf und runter; das Hotel war bezahlt, die 2 Wanderungen auch, aber mit was für Geld bezahlen wir unser Essen? Wir beschlossen, jeweils nur 1 Menu zu bestellen…..aber auch dies hätte nicht gereicht. Zum Glück gab es so etwas wie ein Geldwechselbüro, welches meine US-Dollar und sogar unser Schweizer Geld wechselte. Und zum Glück gab es Bontoc mit einem Geldautomaten.

Weiter ging die Fahrt, es wurde immer kurviger, es ging höher und höher, die Strassen waren zum Teil in sehr schlechtem Zustand. 3 Stunden später erreichten wir dann das kleine Dörfchen Sagada auf 1477 Meter. Unser Fahrer fuhr uns direkt zum Hotel. Wir hatten Glück „Tita Mary“ hatte ein Zimmer frei. Und dann konnten wir frühstücken gehen 😋 Die Sonne schien, es wehte ein kühler Wind und doch war es angenehm warm. Also machten wir uns auf in Richtung Echo Valley, wo es anscheinend „hängende Särge“ gab. Ich konnte mir jedoch gar nichts darunter vorstellen. Wie hängt man einen Sarg auf? Doch es gab sie wirklich; nämlich an die Felswand genagelt! Die einen sahen sehr alt aus; andere jedoch waren mit dem Datum 2005 versehen. Das Ganze war sehr bizarr, eindrücklich und für mich unvorstellbar, wie diese Särge dort hinauf kamen.

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Weiter wanderten wir zu einer Höhle, wo es im Eingang circa 100 aufeinandergestapelte Särge hatte. Es waren nur Chrigi und ich dort. Es herrschte Totenstille. Die Öffnung der Höhle war riesig und man sah nur „schwarz“, wenn man hinein spähte. Ein paar Särge waren auseinander gebrochen und man konnte sogar die Knochen sehen. Irgendwie unheimlich!!!

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Frisch geduscht unter einem Wasserstrahl wie aus einem Trinkröhrli und warm angezogen (brrr, es wurde kalt in den Bergen) gingen wir Znachtessen. Das Restaurant sah aus wie ein Chalet und im Innern brannte sogar ein Chemineefeuer ☺️

Am nächsten Morgen waren wir, glaub ich, bereits um 5 Uhr das erste Mal wach. Güggelgeschrei, viel, sehr viiieel Hundegebell und abreisende Touristen weckten uns. Das zweite Mal wurden wir dann vom Wecker wach. Die Sonne schien, obwohl die Wettervorhersage etwas anderes meinte. Also buchten wir gleich noch eine weitere Nacht. Zmorgen gabs dann im Yoghurt House. Hmm, lecker!! Man stelle sich vor: eine ganze Banane umwickelt mit Pfannkuchen und dazwischen hausgemachtes, ein wenig säuerliches, Yoghurt!!! Mit vollem Bauch wanderten wir durch kleine Dörfchen, vorbei an spielenden Kindern und Arbeitern auf den Reisfeldern. Überall wurden wir mit einem Lächeln begrüsst. Retour im Hotel planten wir dann unsere nächsten Tage.

Am nächsten Tag gingen wir zur Bushaltestelle. Eine Reservation hatten wir keine; dies gäbe es hier nicht, wer zuerst da sei, könne mitfahren. Der 9 Uhr Bus war bereits fast voll. Nur noch die Gangsitze waren frei. Gangsitze sind Sitze, welche zusätzlich herunter geklappt werden. Diese Sitze haben jedoch nur eine halb so grosse Lehne und sehen gar nicht bequem aus. So entschieden wir uns, es mit dem 10 Uhr Bus zu probieren. Unsere Busfahrt dauerte doch 6 1/2 Stunden. Also schmiedeten wir uns einen Plan. Der flinke Chrigi war für die Sitzplätze zuständig und ich fürs Gepäck verstauen. Es klappte wunderbar und los gings. Es war eine Berg- und Talfahrt, manchmal über Stock und Stein und ab und zu durch Passagen, wo ich gar nicht hinschauen konnte. Die Strasse war nur 1-spurig, oder noch weniger und eine Leitplanke gab es keine. Die Strasse war nicht geteert, einfach Erde, Dreck und Steine. Ein paar cm weiter und der Bus hätte abrutschen können. Es ging zum Glück alles gut und nach einer anstrengenden Fahrt erreichten wir dann Baguio. Einchecken, sich die Beine vertreten, Essen und dann Schlafen gehen. Herrlich! Doch sobald wir die laute Klimaanlage im Zimmer abstellten, hörte man es. Ein Krabbeln, Rascheln, Pipsen…..und das hinter der Klimaanlage, in den Wänden und in der Decke. Mäuse! Ou manno, Chrigi, was machen wir!? Die kommen bestimmt aus der Klimaanlage raus! Also holten wir das Klebband. Ich konnte dann noch vor dem erneuten Piepsen etc. wieder einschlafen. Chrigi verbrachte die Nacht mit den Mäusen…

Am nächsten Tag hatten wir wieder eine lange Busfahrt vor uns. Unser nächstes Ziel war Angeles. Lonely Planet schlug 3 Hotels vor und wir entschieden uns fürs Günstigste. Schon draussen sah ich das Schild mit den Preisen drauf und musste schmunzeln. Wir gingen rein und Chrigi fragte doch tatsächlich, ob sie ein Zimmer für 3 Stunden hätten 😊?! Willkommen in einem typischen Stundenhotel!! Das Personal war sehr freundlich, das Zimmer klein aber fein und das Internet das schnellste, welches wir je hatten. Am nächsten Morgen war um 5 Uhr bereits Tagwach. Zusammen mit anderen Touris fuhren wir in Richtung Vulkan Mount Pinatubo. Die letzten Paar Kilometer zum Vulkan konnten nur per 4WD zurückgelegt werden. Am Anfang war das Hin- und Herschaukeln und durchs Wasser fahren ja noch lustig, doch nach circa 20 Minuten tat einem schon alles weh. Denn unser altes Auto hatte zu 99 % keine Stossdämpfer mehr und unser Fahrer war vermutlich ein wenig blind. Anstatt dem Geröll auszuweichen, fuhr er über die grössten Felsbrocken. Die Wanderung zum Vulkan rauf war, meiner Meinung nach, dann nur noch ein Klacks. Die Aussicht auf den Vulkansee war schön, doch dieser Ort hätte auch irgendwo in den Schweizer Bergen sein können. Die wiederum fast 2-stündige Retourfahrt war eine Tortur (aua, mein Gesäss, aua, Knie angeschlagen, Achtung grosses Loch!!!). Es war bereits 3 Uhr als wir dann endlich im Schatten beim Zmittag sassen. Mit unserer Truppe waren noch 2 Philippinos dabei und sie empfahlen Chrigi, „sisig“ zu bestellen. Gesagt, bestellt, gegessen und dann gefragt, was es denn gewesen sei. Ein ganzer Schweinekopf ganz klein gestückelt. Okaaay…..Chrigi meinte aber, es sei fein gewesen….(ob er wohl zu fest durchgeschüttelt wurde auf dem Jeep???) Und dann gings los! Die beiden Philippinos erzählten uns, was sie sonst noch alles essen würden. Ich glaube, das mit dem Schweinekopf genügt an dieser Stelle 😜. Falls wir noch nach Cebu gingen, würden sie gerne mit uns essen gehen. Chrigi war hellbegeistert und schon wurden die Emailadressen getauscht. Ob das gut kommt?

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Die US-Amerikaner waren, bis zum Ausbruch des Vulkans im Jahre 1991, in Angeles stationiert. Zu Zeiten der Amerikaner boomte das Sexgeschäft in Angeles. Heute arbeiten angeblich nur noch 10 % der girls dort. Man sah sie jedoch fast bei jedem Hauseingang stehen und egal ob man alleine oder als Paar unterwegs war, man wurde angequatscht. Und manchmal wussten wir gar nicht so recht, ob es jetzt eine Frau oder ein Ladyboy war.

An unserem letzte Morgen in Angeles wurde Chrigi beinahe noch von 2 Bubis ausgeraubt. Sie kamen aus dem nichts, jeder drängte sich von rechts und links an Chrigi. Zum Glück schubste sie Chrigi instinktiv von sich, doch sie versuchten es weiter. Mit der einen Hand bettelten sie, mit der anderen Hand jedoch versuchten sie ihm in die Hosentasche zu greifen! Ich fing an zu schreien: Chrigi, pass auf! Die wollen dir das Geld klauen! Die Jungs entfernten sich ein wenig, aber nicht genug! Pech gehabt!!! Denn reflexartig hob ich meine Hand und schlug einem mit meinem Säckli (keine Angst, es war nur Ingwer drin) auf den Arm. Aber auch das liess sie nicht einschüchtern!! Sie starrten uns weiterhin an. Und auch mein Anschreien brachte nichts….. Nun ja, jedenfalls waren sie nicht erfolgreich und wer weiss, vielleicht habe ich sie ja doch ein wenig eingeschüchtert 😉.

Reisterrassen und andere Amphietheater

Nach einer neunstündiger Nachtbusfahrt im „Gefrierschrank“ stiegen wir, immer noch eingemummt mit Traineranzug, Kaputzenpulli und Decke, in Banaue, im Norden der Philippinen, aus. Im Halbschlaf, ohne Kontaktlinsen und ohne gebuchte Unterkunft, liessen wir uns von einem Tricycle auf gut Glück zu einer Unterkunft namens Nature’s Mist bringen. Die Pension hatte glücklicherweise ab 10:00 Uhr ein Zimmer frei. Also blieb uns nun die Wahl zwischen einem Nickerchen auf der Lobbycouch oder den Sonnenaufgang über den Reisterassen auf dem Lookout zu geniessen. Andrea fand sich fünf Minuten später, zu ihrer Überraschung, bereits auf dem Tricyle Richtung Lookout. Sie war einfach zu müde um sich wehren zu können, was ich schamlos ausnutzte 😉!

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Vom Lookout aus hatten wir einen wunderschönen Ausblick in die Weiten der grossflächigen Reisterrassen. Insbesondere mit den ersten Sonnenstrahlen, welche unsere Körper langsam aufwärmten. Banaue’s einzigartiges Weltkulturerbe wird in ganz Philippinen geschätzt und die Reisterrassenansicht vom Lookout ist sogar auf der 20er Pesosnote aufgedruckt. Zu unserer Freude sassen vier ältere Menschen in traditioneller Kleidung auf einer Bank, welche uns einluden, sich mit ihnen abbilden zu lassen – natürlichen für ein kleines Trinkgeld, welches wir sehr gerne der ältesten und stolzesten Frau überreichten.

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Nach einem kurzen Mittagsschläfchen ging es mit unserem Guide Demetrio auf eine dreistündige Wanderung querbeet durch Reisterassen, Wasserläufe und Dschungel. Auch fanden wir kurz Zeit, seinen Onkel zu besuchen, welcher mitten in den Reisterrassen in einer traditionellen Hütte wohnte. Auf die Frage, was sein alter Onkel den ganz Tag lang mache, antwortete unser Guide, als wäre es das natürlichste der Welt: Nothing 😊.

Am nächsten Tag brachten wir unsere angesammelte, verschmutzte Kleidung in die Reinigung und erschienen um acht Uhr beim Touristeninformationszentrum. Wir hatten nämlich die hochgepriesene Tagestour nach Batad gebucht. Aber vorher mussten die Guides auslosen, wer die Führungen nach Batad leiten durfte. Hoch über den Köpfen hing eine Kartonschachtel, in welcher sich mit Nummernversehene-Plastik-Coca-Cola-Deckel befanden. Jeder Guide konnte einen Deckel ziehen und die drei tiefsten Nummern gewannen. Drei Guides waren erfolgreich und konnten sich somit auf ein Trinkgeld nach dem Tagestrip freuen, unter anderem auch unseren Demetrio. Die anderen Guides mussten in Banaue bleiben und auf Tagestouristen warten. Somit haben alle Touristenführer die gleichen Chancen.

Informationen zur Wanderung oder irgendwelche Anforderungen an die Touristen gab es keine, wie so oft in den Philippinen. Somit befanden wir uns mitten in einer kunterbunten Truppe. Die Italiener trugen Flip Flops und Daunenjacken, die Asiaten waren etwas zu rundlich für eine Wanderung und die Tschechen hatten ihren ganzen Backpack dabei. Ich war schon froh, dass ich einige Wandererfahrung hatte (auch dank Megä aka Bergführer) und wusste, wie man eine Wanderung anzutreten hat (Auch wenn ich auf jenen Wanderungen eher rennen musste als wandern, gäll Remo 😉).

Der Hike begann ungewohnt zuoberst am Berg und ging die erste Stunde über einen Pfad und hunderten von Treppen nach unten. Die erste Zwischenstation Batad erreichten wir nach einer Stunde und diese war Restaurant und Aussichtspunkt in einem. Die Sicht war schlicht und einfach spektakulär. Die Reisterrassen glichen einem Amphietheater, welches hunderte von Metern dem Berg empor stieg. Durch das Restaurantfenster erschien das ganze wie ein lebendiges Bild!

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Doch bereits hier trennte sich die Spreu vom Weizen. Unsere 10er Gruppe dezimierte sich, aufgrund der körperlichen- und Ausrüstungsaspekten, auf vier Nasen. Unser Quartett wurde von Demetrio geführt, welcher uns gekonnt durch die steilen Reisterrassen von Batad führte. Weitere hunderte von Höhenmeter und Treppen abwärts, erreichten wir den 30 Meter hohen Wasserfall Tapia. Dies bedeutet gleichzeitig Halbzeit und einen verdienten „Schwumm“ im See unter dem Wasserfall. Auf dem Rückweg nach oben erzählte uns Demetrio, dass Banaue zwar aufgrund der Historischen Aspekte (2000 Jahre alt) als DER Reisterrassenort bekannt sei, aber Batad klar die Hauptattraktion in der Umgebung sei. Demetrio ist in Banaue aufgewachsen und sei biftyfor (54) Jahre alt. Sein Geld verdiene er während der Sommersaison mit Touristenexkursionen. In den restlichen Monaten arbeite er als Zimmermann oder als Jeepney Co-Driver (derjenige der von den Fahrgästen das Fahrgeld entgegen nimmt). Ein interessanter Mann, welcher das Glück hat Turnschuhe zu tragen, im Gegensatz zu den anderen Guides, welche sich nur Flip Flops leisten können. Übrigens war er ein sehr sympathischer Typ, auch wenn das Foto dies nicht unbedingt erahnen lässt 😃

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Nach dem happigen Aufstieg erinnerte ich mich an den gestrigen dreistündigen Banauetrek, bei welchem Demetrio gemeint hatte, dass dieser im Gegensatz zum Batad Trek ein Warm-up sei. Er hatte definitiv recht 😅.

Zuoberst, mitsamt den fluchenden Tschechen, wieder beim Jeepney angekommen und glücklich, dies durchgestanden zu haben, genossen wir die Fahrt zurück nach Banaue auf dem Dach vom Jeepney 😁.

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Und als wir im Dorf ankamen, trafen wir auf ein interessante Terassenbeschmückung. Unsere Kleider schienen nun gewaschen und getrocknet zu sein 😂

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PS: in der Galerie auf unserer Homepage findet ihr übrigens noch viel mehr Fotos.

How’s my driving?!

Farbig, schrill, heruntergekommen, laut und überall soweit das Auge reicht. Es war Liebe auf den ersten Blick! Meine Damen und Herren, ich präsentiere euch: die JEEPNEYS von Manila! Kunterbunt bemalt, mit stolzen, mehrheitlichen christlichen Namen über der Frontscheibe wie z.B. Jesus, God Blessing, Via Sistina, Nazareno oder auch Herkules und mein Lieblingsnamen: Christian 😁.

Die ersten Jeepneys waren modifizierte Army Jeeps, welche nach dem 2. Weltkrieg von den Amerikaner zurückgelassen wurden. Sofort wurden Sie von den Philippinos individuell angepasst und mit Schrill verziert. Desto bunter, desto besser!

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Die Jeepneyfahrer sind freischaffende Busfahrer die eine feste Route abfahren und der Fahrstil ist dem Verkehr und der Strassenbedingungen angepasst. Um mitfahren zu können benötigt es Platz und acht Pesos (16 Rappen), welche dann dem Fahrer von Fahrgast zu Fahrgast weitergereicht werden. Normalerweise hat es für ca. 10 Nasen platz. Jedoch hängen sich auch einige während der Fahrt an den fahrenden Wagen an.

Jeepneys sind nicht die einzigen Fortbewegungsmittel in Manila. Es gibt noch Motorbikes, Tricycles (siehe Bild unten), Pferdekutschen, Busse und Taxis.

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Und auf jedem Heck steht folgende Frage: How’s my driving? Inkl. Telefonnummer.
Eine interessante Frage, da sich hier wirklich niemand ans Speedlimit, der korrekten Fahrspur oder an jegliche, unnötige doppelte Sicherheitslinien hält! 🚗🔥

In Manila blieben wir nur kurze Zeit aber entdeckten viele Facetten. Auf der einen Seite gibt es riesige Luxushotels und das grösste Einkaufszentrum von Asien. Auf der anderen Seite fanden wir grosse Armut und Slums vor. Eine richtig schöne Touristenattraktion gab es nicht wirklich, auch wenn man die Sehenswürdigkeit „Intramuros“ sehr gut vermarktet. Stattdessen war der Legazpi Essensmarkt genial. Erstens aufgrund der für uns unbekannten Spezialitäten und zweitens aufgrund der „netten“ Verkäufer 😉.

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Auch liessen wir uns von einem circa zwölfjährigen Tricyclefahrer nach Chinatown fahren. In anderen Städten ist Chinatown zwar etwas heruntergekommen aber doch irgendwie einen Spaziergang wert – nicht jedoch in Manila. Ich hielt meine Spiegelreflexkamera die ganze Zeit mit beiden Händen fest. Auch war es traurig, mitansehen zu müssen wie uns Kinder and den Kleider zupften oder uns den Weg versperrten, weil Sie Geld wollten. Zusätzlich zur Armut kam die Verschmutzung der Flüsse hinzu, welche so heftig stanken, dass es mir beinahe schlecht wurde. Da war die Alkoholfahne von Hanspeter* am Flughafen in Zürich, im Vergleich, ein Hugo Boss Parfüm😃. (* Name von der Redaktion geändert)

Weiter geht es mit einem Nachtbus nach Banaue zu den Reisterassen. Wer weiss, vielleicht gibt es die Jeepneys auch im Hochland. Und wenn ich den richtigen Fahrer erwische, darf ich ja evtl. selber hinters Steuer!?!

Und dann schreibe ich meine Telefonnummer hinter dem „How’s my

driving?“😎✌️🚌🔥

Aus dem Busch…

… husch, husch,
Im Galopp, hopp, hopp.
Hüüüüüpft, hüüüüüpft, hüpft, hüpft, hüpft…

Mit einem Kinderlied aus der dritten Klasse (Grüsse an alle Mitschüler und der Bettmigruppe) mit Herrn Knöpfel als Lehrer, verabschieden wir uns aus Australien mit einem Kangaroosprung. Nächster Stopp: Manila, Philippinen!

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Hippies, Nasenspray und immer noch Regen

Und wie oft habe ich Chrigi von Byron Bay vorgeschwärmt? Bestimmt mehr als tausend mal. Doch auch Byron Bay zeigte sich von seiner regnerischen Seite. Meine Stimmung war nicht die beste und wurde auch nicht besser…..Meine Staub- und Heuschnupfenallergie zeigte sich von ihrer besten Seite, so bestellte ich bei meinem Mami und sie bei meinem Hausarzt (danke Herr Lehner😊) ein neues Nasensprayrezept. Endlich, die Erlösung für meine Hatschi-Attacken! Der liebe Herr Apotheker machte uns dann aber einen Strich durch die Rechnung. Das schweizer Rezept müsse in ein australisches Rezept umgeschrieben werden und dafür müsse ich zum Arzt. Auch bitti-bätti half nichts. Und zu allem Elend hin hatten die Ärzte wegen dem Australiaday zu. Nichts wie los in die Notaufnahme vom Spital. Zuerst wartet man da gute 10 Minuten, bis jemand am Empfang erscheint, dann füllt man das Personalienblatt aus und setzt sich hin. Man wird dann von einer Krankenschwester hereingebeten und sie fragt, was das Problem sei. Danach bittet sie einem wieder raus und teilt einem mit, dass man auf den Arzt warten müsse, ca. 1 Stunde. Manno, dabei hätte sie doch einfach das Rezept von Dr. Lehner abschreiben können und fertig. 3 Stunden später, ich beinahe erfroren ( danke, du …. Klimaanlage du), Chrigi extrem sauer, streckte der Arzt seinen Kopf aus der Türe, reichte mir das Rezept hin und meinte, ich solle mich beeilen, die Apotheke schliesse nämlich in 15 Minuten. Also bezahlte ich noch die 115 Dollar fürs Warten und dann gingen wir retour in die Apotheke. Ich bekam genau 1 Spray…….für mehrere Bezüge, hätte das der Arzt aufschreiben müssen. Ich erleichtert auf der einen Seite, yeah, ich habe den Spray, auf der anderen Seite jedoch sauer über dieses komplizierte Verfahren. Nochmals retour in die Notaufnahme wollte ich nicht mehr und hunger hatten wir auch. Und wie könnte es anders sein: jedes Restaurant war voll! Also bestellten wir fish and chips for take away und gingen retour zum Camper. Mit draussen Essen war auch nichts; es fing an zu regnen.

Am nächsten Morgen: meine Nase bedankte sich beim Spray, die Sonne schien, nichts wie los an den Strand!!! Wir hatten Glück, die Sonne blieb fast den ganzen Tag und am Abend hatte es sogar Platz im Restaurant. Warum nicht wieder einmal Mexikanisch? Und dann gewann Stanislaw Wawrinka auch noch das Australian Open!! Bravo!

Am nächsten Tag stärkten wir uns zuerst mit einem Croissant aus der französischen Bäckerei (hmmmm) und einem frischgepressten Fruchtsaft bevor wir zum Leuchtturm liefen. Es ging rauf und runter und von ganz oben hatte man eine supertolle Sicht aufs Meer.

Byron Bay ist ein Surferparadies. Egal wie alt, man ist draussen am Surfen! Im Dörfchen gibt es jede Menge kleine Läden mit Souvenirs, Schmuck, Bikinis…….tolle Restaurants und Hippies

Der nächsten Stopp war Surfers Paradise. Surfer sahen wir jedoch keine 😊. Mit Sushi im Bauch (so viel Sushi wie in Australien haben wir schon lange nicht mehr gegessen; ach wie freuen wir uns auf Japan) liefen wir der Küste entlang Richtung Stadtmitte. Es war herrlich!!!

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In der Stadt probierte ich es dann nochmals beim Arzt: 1 Stunde warten, 4 Sprays auf Vorrat und „nur 90 Dollar“ 😉

Am nächsten Tag gaben wir unseren heissgeliebten Camper in Brisbane ab. Fertig mit dem Luxus und retour ins 4-er Zimmer im Backpacker. Ein Dankeschön noch an unseren Zimmergenossen, welcher bestimmt 4 Stunden geschnarcht hat……Auch Ohropax halfen nicht.

Brisbane hat uns nicht umgehauen. Wir assen jedoch sehr gut beim Inder, gingen ins Kino, und machten Spaziergänge durch diverse Stadtteile. Zwischendurch lagen wir noch am Strand. Am Strand? Brisbane liegt doch gar nicht am Meer? Richtig, aber die Brisbaner haben es richtig cool gemacht und haben eine künstliche Lagune gebaut und jede Menge Sand aufgeschüttet 😎

Noch etwas zum Schmunzeln:
Andrea: Schatz, machen wir zum Znacht Spaghetti Bolognese?

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Schatz: Nicht lieber Pesto?
Andrea: Nein, ich möchte mit Fleisch

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Die Tomatensauce OHNE Fleisch war auch gut.

Hot chocolate, Regen und Tennis

Nach dem Travelling und dem Sightseeing an der Südküste sind jetzt mal endlich Badeferien angesagt. Wir befinden uns in Coffs Harbour und haben eben beim Federer Match mit anderen Camper in der Camp Kitchen mitgefiebert, aber mehr dazu etwas später.

Die letzten sechs Tage fuhren wir der New South Wales Küste entlang. Immer auf dem Princess Highway, welcher ganz Australien umrundet. Also: Fenster runter, Jack Johnson Musik rein und Ellenbogen raus (Es muss ja nicht immer Mackelmore sein😜, gäll Marco). Die Strände und die kleinen Städtchen am Meer waren echt einen Abstecher wert. Auch wenn der Himmel ungefähr die gleiche Farbe hatte wie die Strände. Nämlich weiss. 🙈🙉🙊. Somit Ellenbogen wieder rein und Fenster zu 😢.

Nichts desto trotz blieben wir optmistisch. Andrea sang alle Sonnenbeschwörungslieder rauf und runter und ich ging bei kleinen Regenunterbrüchen sogar ins Meer oder in den wunderschönen Lagunen baden. Zum Glück kam ab und zu der fahrbare Glacé- und Früchtehändler vorbei 😋.

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Nach sechs Tagen Aargauer Herbst, kam sie doch noch. Zwar nur für ein paar Minuten, aber dies reichte um uns nervös zu machen. War dies die Sonne? Wo haben wir noch einmal die Sonnencrème? 😅

Auf jeden Fall waren unsere letzten Tagen ziemlich monoton und wir hatten Zeit, die Australier genau zu beobachten.
Die Aussies in der Stadt…
… begrüssen dich mit: wie gehts? (Kein Hallo oder ein Hi)
… sind sofort deine Kumpels oder sogannnte „Mates“.
… haben sehr selten Free WI-FI. Was mich sehr überrascht hat. Nur Melbourne, Adelaide und Sydney hatten in der Stadt einige Hotspots.
… machen richtig gute Hot Chocolates mit ganz viel Schaum oben drauf,
… schmeissen dich um 22.30 Uhr beim 4. Satz Federer gegen Murray aus der Bar raus.
… servieren dir aber einen Pint (ca. 0.45 Liter Bier) für 4 $.

Die Aussies auf den Campsites…
… grillieren jeden Abend (Rindsfilet, T-Bones Steak, Rumpsteak etc. kosten ca. 20$ aufs Kilo!)
… ALLE Kinder fahren entweder ein BMX, ein Kick- oder ein Skateboard.
… nahmen mich in den Arm als Federer gegen Nadal verlor.

Unsere letzte Hoffnung heisst jetzt „Stan the Man“! Das Wetter haben wir nämlich bereits abgeschrieben.

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