Stadt und Land

Von Hoi An wurden wir per Minivan nach Da Nang zum Bahnhof gebracht. Unsere Reise ging mit dem Zug der Küste entlang bis nach Hue. Hue war von 1802 bis 1945 die Hauptstadt Vietnams. Heutzutage wohnen in dieser Stadt gut 358 000 Menschen. Gleich nach dem Einchecken im Hotel machten wir uns auf den Weg Richtung Citadel. Leider fanden wir die paar wenigen übrig gebliebenen Mauerreste der alten Kaiserstadt nicht so interessant und so gingen wir nach gut einer Stunde wieder Richtung Hotel.

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Am nächsten Morgen wurden wir von Mr Vu und Mr Vin für die DMZ (entmilitarisierte Zone) Tour abgeholt. Diese Zone war während des Vietnamkriegs die Grenze zwischen Süd- und dem kommunistischem Nordvietnam. Diese Tour sollte uns Einblicke in die diversen Kriegsschauplätze der Amerikaner, welche dort stationiert waren, geben. Unser Guide war während des Kriegs wohl als Übersetzer für die Amerikaner tätig, mit seinem Englisch hatten wir jedoch grosse Mühe. Carmen und ich fanden die Tour eher langweilig. Wie soll man bloss etwas von der Geschichte verstehen, wenn man 3/4 nicht versteht. Das einzige Highlight der Tour war der Besuch des 2.8 km langen Vinh Moc Tunnels. Es handelt sich um eine dreistöckige Tunnelanlage, die ehemalige Wohnbereiche, Krankenhäuser, Gebärstationen, ein Theater und Kommandoräume umfasst. Das Tunnelsystem war für 94 Familien oder etwa 300 Personen angelegt worden und während des Krieges wurden hier siebzehn Kinder geboren. Die Ebenen befinden sich in Tiefen von 10, 15 und 20-23 m Tiefe. Die Anlage hatte dreizehn Zugänge. Eine weitere Begabung von Mr Vin war das Fotografieren 😂

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Mit dem Lokalbus fuhren wir am nächsten Tag zuerst über den Highway und dann via eine kleinere Strasse durch Wiesen, Felder und kleine Dörfer. Im Nirgendwo lud uns der Fahrer aus und zu Fuss gings dann weiter zu unserer Unterkunft. Wir hatten eine Reservation für zwei Nächte im Phong Nha Farmstay, mit kuulem Aufenthaltsraum und Swimmingpool 😄.

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Von dort aus besuchten wir am nächsten Tag die Paradies- und noch eine andere Höhle (dark cave). Die Paradieshöhle wurde im Jahr 2005 von Einheimischen entdeckt und im Jahr 2011 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Über eine Holztreppe gelangt man in die Höhle runter und über einen Holzsteg weiter in die Höhle rein. Wahnsinn!

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Unsere Tour führte uns weiter zur dark cave. Diese kann man jedoch nur per Kajak erreichen! Also nichts wie los in das Kajak und her mit den Paddel! Hahaha, Chrigi und ich drehten uns nur im Kreis. Irgendwie klappte das mit dem Paddeln nicht so ganz 😂. Wir sind dann aber doch noch angekommen! Weiter ging es zu Fuss durch die Höhle. Zuerst über Stock und Stein, dann durch hüfttiefen Schlamm und nur mit der Helmlampe. Eigentlich war das Ganze mega lustig; irgendwie aber auch unheimlich. Man sah nicht viel und wusste auch nicht so recht, wo man denn wirklich draufstand. Hauptsache der Schlamm „furzte“ so richtig zwischen den Zehen 😄. Nach einem Schwumm in der völligen Dunkelheit waren wir wieder einigermassen sauber.

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Obwohl meine Wunde am Fuss mit Klebband eingepackt war, kamen trotzdem Schlamm und Wasser rein. Ich konnte dann selber nochmals eine grössere Menge an Eiter ausdrücken, was sich danach jedoch super gut anfühlte! Mein Knöchel fühlte sich gleich wieder „leichter und beweglicher“ an. So kann es nur gut kommen 😉

Nächster Tag: Velofahren, fotografieren, schwitzen, den Weg suchen, immer noch schwitzen, rauf und runter, viel trinken, noch mehr schwitzen! Nach einer abenteuerlichen Fahrt mitten durch die vietnamesische Pampa, standen wir vor einem Fluss. Doch „the pub with the cold beer“ war auf der anderen Flussseite. Zum Glück hatte es nicht so viel Wasser und wir konnten durch das Wasser laufen.

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Und endlich sassen wir im Schatten und gönnten uns ein Bier! Zum Zmittag gabs dann das Huhn, welches extra für uns gefangen und gegrillt wurde 🐓!

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Und für Chrigi dann noch Shots mit den Einheimischen 😜.

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