Bergen, Schoggi und Gletscher

In Cordoba liessen wir es uns vier Tage lang gut gehen. Denn die zweitgrösste Stadt Argentiniens war sehr sonnig, hatte gute Restaurants und einiges an Kultur zu bieten. Somit gingen wir seit Australien wieder einmal ins Kino und füllten unsere Bäuche mit Popcorn 😁. Auch versuchten wir eine Tangoaufführung, in der schönen Oper irgendwie, zu interpretieren 😅.

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In diesen Tagen erkundeten wir auch eine alte Bibliothek mit Weltkarten aus dem 1600 Jahrhundert (Potosi war natürlich eingezeichnet) oder besuchten das Che Guevara Haus etwas ausserhalb der Stadt.

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Vier Tage später holten wir im „Empanada Haus“ unsere Reiseverpflegung für unsere längste Busfahrt überhaupt. Denn bisher konnten wir jegliche Busreise, welche länger als zwölf Stunden dauert, vermeiden. Jetzt sollte es ganze 24 Stunden dauern 😫. Nach zehn Empanadas, einer Flasche Wein, Kaffe aus dem Beutel und längerer Dösenszeit, erreichten wir endlich die Stadt der Wale, Orcas und Pinguine! Am ersten Tag gings sogleich auf die Halbinsel Valdes, wo sich Pinguine, Robben und Wale herumtummeln. Und wenn man die richtigen Saison erwischt, kann man sogar Orcas bei der Jagd verfolgen. Diese kommen nämlich bei Flut bis an die Küste um die Robbenbabys zu fressen 😋. Auf jeden Fall waren die Robben am sonnen, die Wale am chillen und die Orcas irgendwo im Meer am verdauen. Immerhin haben uns die Pinguine mit ihrer lustigen Art unterhalten 👍.

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Am nächsten Tag mieteten wir ein Auto und erreichten nach zwei Stunden Punta Tombo! Und diese Destination war sicherlich ein Highlight unserer Reise. Denn in diesem Tierschutzreservat befinden sich nämlich zur Paarungszeit bis zu einer Million Pinguine – die grösste Magellan Pinguinenkolonie weltweit! Ein gekennzeichneter Weg führt über 1.5 km quer durch das Pinguinenreich bis runter zur Küste, wo die Pinguine in den Wellen surfen. Über zwei Stunden erlebten wir inmitten von hunderttausenden Pinguinen deren Alltag. Und dies in nächster Nähe. Natürlich outete ich mich bei Gelegenheit auch als Fan der sympathischen Vögel.

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Ein genialer Ort! Und ich glaube auch, dass die Pinguine sich wohl fühlen!

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Nach diesem Erlebnis gings weiter in die Schweiz… Zumindest in Schweiz von Argentinien. Denn die Stadt Bariloche sah mit ihren Seen, in welchen sich die Bergen spiegelten, der Schweiz verdammt ähnlich.

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Zudem brüstete sich dieses Stadt mit der besten Schokolade des Landes. Aber auch der Bernhardiner Hund half da mit, sich wie in der Schweiz zu fühlen. Im Hostel trafen wir wieder unser Holländer Pärchen Milou und Dennis, welches wir seit Cafayate nicht mehr gesehen hatten. Die vier Tage verbrachten wir mit Biken, Autofahren und dem verputzen von Schokolade in flüssiger und in Pralinée Form. Auch das Fleisch war nicht ohne. Denn dank den Tipps von den Maurers (👍) verputzten wir im „El Boliche de Alberto“ das beste Stück unserer Fleischkarriere 😋. Das Highlight in Bariloche war aber der Moment vor dem Fernseher, als die Schweiz den Davis Cup Titel holte!!! 🎾 Hopp Schwiiz!!

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Nach vier Tagen „Schweiz“ machten wir uns auf, den Süden Argentiniens zu erkunden. Der erste Tag verbrachten wir in einem Ort, welcher nach einer Beere benannt ist – El Calafate. Dieses Städtchen wird vor allem wegen seinem „Hausgletscher“ besucht und ist voll auf den Tourismus ausgelegt. Denn es gibt wahrscheinlich mehr Restaurants, Tourenanbieter und Shops als Wohnhäuser.

Wir entschieden uns den Perito Moreno Gletscher mittels einer alternativen Tour zu besuchen. Mit dem Bus fuhren wir zuerst zu einer kleinen Farm um uns mit Kaffee und heisser Schokolade aufzuwärmen. In dieser fanden wir auch ein kleines Lama vor, welches so nah an die Heizung stand, dass seine Wolle anfing zu brennen 🙈.

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Weiter ging es mit einem einstündigem Hike mit Blick auf den Gletscher und dessen See. Die Landschaft war sehr schön und das Treibeis fror einem die Finger ab 😅.

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Nach dem Hike und einer kurzen Busfahrt erreichten wir endlich die riesige Eiswand. Der Perito Moreno Gletscher ist einer der einzigen, welcher „stetig“ ist. Also weder an Länge zulegt, noch zurückgeht. Seine Zunge streckt sich über einen See und erreicht sogar das Festland. Beim ersten Aussichtspunkt traut man seinen Augen nicht, wie riesig der in Wirklichkeit ist. Denn die Steilwand, die aus dem See empor steigt, ist bis 60 Meter hoch. Mittels kilometerlangen Holz- und Gitterstegen kann man den Gletscher von ganz unterschiedlichen Winkeln beobachten. Und die Distanz zur blauweissen Wand beträgt keine 50 Meter!

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Das Spektakulärste daran ist aber, wenn sich 30 Meter Brocken lösen und eine Sekunde später das Donnern die Ränge erreicht. Denn durch den nachwachsenden Druck und durch die Hitze fallen all paar Minuten irgendwelche Brocken ab! Wirklich imposant das Ganze!

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Am Abend stiegen wir bereits in den Bus Richtung El Chalten. Während der dreistündigen Fahrt hatten wir sogar das Glück eine wunderschöne Aussicht auf die bekannteste Bergkette der Region inklusive Cerro Torre und Mt. Fitzroy zu haben 👍.

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Die nächsten Tage fühlten wir uns wie in einem Bergdorf. Die Gäste des Hostels waren entweder Kletterer oder Wanderer. Etwas anderes gab es in diesem Dorf nicht. Somit wurde in den nächsten drei Tage früh aufgestanden, gewandert und am Abend gekocht. Dabei kletterten wir in fünf Stunden hoch zur „Laguna Torres“ und sieben Stunden zur „Laguna de los tres“ unter dem Mt. Fitzroy. Wenn dann noch die Sonne schien, war die Szenerie gewaltig!

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Aber auch die Tiere meinten es gut mit uns. Vor allem der Woodiwood Picker, liess uns an seinem Werk teilhaben 😄.

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Am letzten Tag buchten wir eine Wandertour auf dem Viedma Gletscher, welche nicht ganz ohne war. Schon die Strecke über das geschliffene Gestein war schon schön. Die Strecke auf dem ewigen Eis war dann etwas kurz, jedoch ein interessantes Erlebnis.

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