Spanisch für Anfänger

Mit dem Bus fuhren wir weiter nach Cuenca, wo wir uns für 1-2 Wochen niederlassen wollten. Denn es stand schon länger an, in die Spanischschule zu gehen! Wir schlugen uns jedoch bis anhin nicht schlecht durch, doch uns fehlte vor allem das Konjugieren der Verben. In der Sprachschule Sampere hat man uns herzlich empfangen und auch gleich zu einem Einstufungstest verknurrt. Was das wohl bringen soll? Wir haben doch gesagt, dass wir Anfänger sind? Und so kam es dann auch heraus: ich füllte 2 Felder aus, Chrigi ein paar mehr 😂. Die Sekretärin hats dann auch noch geschnallt und uns zu Marianne und Lea in die Klasse zugeteilt. Doch zuerst stand noch das Wochenende vor der Türe und das Treffen mit Ramona, einer Freundin aus der Schweiz. Zuerst gabs ein Fürobebier, dann Pizza und Pasta in einem Restaurant und zu guter Letzt noch Karaoke in einer Bar 🙉. Chrigi holte sogar (wie, das weiss ich immer noch nicht) den High Score des Abend und am meisten Applaus der Chicas! Danke Ramona, für diesen lustigen Abend!

Und dann kam der Montag…..Marianne und Lea hatten auch erst seit einer Woche Schule und wir konnten, nach einem 2-stündigen Crashkurs am Morgen, gut mithalten 👍. Zum Glück, denn ich war schon ein wenig nervös 😄. Wir lernten in dieser Woche viele neue Wörter und natürlich Grammatik. Zum Glück habe ich mal die italienische Grammatik gelernt; so kam mir das Spanisch nicht ganz so Spanisch vor. Nebst dem Unterricht bot die Schule am Mittwoch Abend auch Salsa-Tanzen an. Ich konnte Chrigi dazu überreden und so schwangen auch wir zwei das Tanzbein 💃. Es hat grossen Spass gemacht und ich glaube am Schluss sah es auch bei uns, gar nicht mal so schlecht aus 🙈.

Die Woche ging ruckzuck vorbei und doch erlebten wir einiges. Unter anderem hat Chrigi in unserer Hostelküche fleissig Zopfteig geknetet. Denn was gibt es besseres, als den Tag mit einem frischen Stück Zopf zu beginnen?! Doch das Glück stand nicht auf unserer Seite und so mussten wir nach 50 Minuten backen feststellen, dass der Ofen nicht funktionierte 😥. Wir besuchten zudem ein Konzert in einer Bar und verbrachten einen Abend mit Arne und einem Meerschweinchen 😊. Jawohl, wir probierten tatsächlich „cuy“ (Meerschweinchen). Dies wurde auf einen Spiess „gesteckt“ und über der Glut gegrillt. Es schmeckte nicht mal so schlecht…..doch nach dem Fleisch musste fast gesucht werden. Denn viel dran hat es ja auch nicht.

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Cuenca hat hübsche Plätze, viele Kirchen und unzählige Graffitis.

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Wir haben uns sehr wohl gefühlt und diese kleine Auszeit vom Reisen sehr genossen.

Und so verliessen wir Cuenca nach einer Woche in Richtung Vilcabamba. Dieses Dörfchen liegt in einem Tal, welches für seine Menschen mit sehr hohem Alter berühmt ist. Und diese werden angeblich so alt, weil sie stressfrei leben und gesunde Luft einatmen. Also buchten wir 3 Nächte im hostel Izhcayluma, wo wir mit feinem Essen und Massagen verwöhnt wurden. Nebst dem Erholungsprogramm bietet die Region diverse Wanderungen an und so zogen wir unsere Turnschuhe an und machten uns mit Arne (er hat zufälligerweise die gleiche Route) und 2 Berner auf den Weg in die Höhe.

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Und damits einem nebst dem Wandern und Essen nicht langweilig wird, bot das hostel noch Yogaunterricht an. Und der Muskelkater war vorprogrammiert 😊. Gefallen hats mir trotzdem sehr gut!!!

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Am nächsten Morgen standen wir zu fünft (Marcel und Simon – die 2 Berner – Gunilla aus Dänemark und wir zwei) am Strassenrand, um den Bus zur peruanischen Grenze zu nehmen. So zwischen 6 und 7 Uhr morgens sollte er kommen, meinte Raik vom hostel. Ich glaube, wir konnten uns glücklich schätzen, dass wir nur 40 Minuten warten mussten und dass er überhaupt kam. Und so tuckerten wir los; zuerst auf einer asphaltierten Strasse und dann auf einer „Matsch-Stein-fast-einspurigen-möchtegern-Strasse“. Rechts „küsste“ unser Bus zum Teil fast die Felswand und auf der linken Seite ging es steil runter. Und jetzt soll sich jeder mal vorstellen, wie „lustig“ es mit Gegenverkehr wurde 🙈. In einem kleinen Dörfchen wechselten wir vom Bus in ein Gefährt, für welches mir das Wort dafür fehlt 😊.

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Kurz vor dem Grenzposten (man konnte diesen schon sehen) hielt unser Gefährt an. Wie aus dem Nichts, tauchte ein Mann mit Kanistern und einem Schlauch in der Hand auf. Und nach genauerem Überprüfen stellten wir fest, dass dieser Benzin abzapfte. „Contrabando“ antwortete man uns! Jetzt schmuggeln die doch tatsächlich Benzin über die Grenze und dies an einem Ort, wo sie jeder beobachten kann…

Schlussendlich kamen wir, nach einer holprigen und luftigen Fahrt, heil an der Grenze an, bekamen den Ausreisestempel und marschierten zu Fuss über die Brücke/Grenze. Auf der peruanischen Seite wurden wir nach dem Ausfüllen des Einreiseformulars zum Polizeiposten geschickt. Aber die „Polizeibaracke“ war leer und so riefen wir mal „hola“. Aus einem kleinen Häuschen (vermutlich das Klo) wurde dann retour gerufen und plötzlich kam ein Polizist auf seinem Motorrad angefahren. Er studierte dann unsere Pässe, stempelte das Einreiseformular, trug unsere Namen in eine Excelliste ein und schickte uns wieder ins erste Büro. Dort wurde nochmals alles genaustens angeschaut und schlussendlich bekamen wir den Einreisestempel 👍.

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