Wasser und Sand

Schweizer Korrespondentin Carmen:

Am nächsten Tag wurden wir von unserem Guide im Hotel abgeholt. Unsere Reise führte uns in die Mekong Delta Region, wo wir in einem typischen Mekong-Dörfchen ausstiegen. Bevor es per Boot weiter ging, hatten wir noch die Möglichkeit, traditionelle vietnamesische Live-Musik zu hören. Das war lustig, denn zeitweise tönte es wie wenn noch eine Katze mitmiauen würde 😄. Kurz vor dem Einsteigen ins Boot fing es heftig an zu regnen, doch wir hatten unsere Regenpellerinen natürlich im Minivan. Ich rannte zum Minimart zurück und kaufte uns drei Ponchos. Zwar schon halbnass, aber trotzdem gut eingepackt, tuckerten wir los. Nach kurzer Fahrt stoppten wir für die Besichtigung der „Kokosnusstäfeli-Fabrik“. Mit anderen Worten hiess das: 1 Ofen, 1 grosser Tisch, zwei bis drei sonstige „Maschinen“ sowie etwa fünf fleissige Arbeiterinnen. Diese machten aus der Kokosnuss irgend eine Masse, erhitzten diese, liessen sie wieder trocknen, verschnitten es und packten alle Täfeli einzeln von Hand ein. Es war spannend zu sehen wie effizient jede ihren Arbeitsschritt beherrschte. Der Duft und vor allem der Geschmack dieser Täfeli waren sehr fein.

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Nach dieser süssen Vorspeise fuhren wir wieder auf dem Mekong weiter und konnten dort in einem Restaurant Zmittag essen. Danach trennten wir uns von der Gruppe und fuhren mit dem Bus weiter nach Can Tho. Dies ist die grösste Stadt im Mekong Delta und somit der ideale Ausgangspunkt für eine weitere Mekong Tour und die „schwimmenden Märkte“.

Nach zwei Tagen Jetlag kam ich nun endlich besser aus den Federn. Oder war dies evtl. einfach die grosse Vorfreude für den bevorstehenden Tag? Wir besuchten mit einem Longtail-Boot und Privat-Chauffeur zwei verschiedene Floating Markets auf dem Mekong. Start: 5.30 Uhr – so hatten wir die Möglichkeit, den Sonnenaufgang zu beobachten.

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Wir tuckerten mehrere Stunden auf dem ruhigen Fluss und genossen die schöne Natur, die freundlichen Menschen, die uns winkend auf anderen Booten entgegenkamen oder die feinen Früchte, welche wir an diesem Markt kaufen und gleich verzehren konnten. ☺️

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Zurück an Land bestellten wir zum Zmittag typisches vietnamesisches Essen. Wir erhielten Reisblätter, jede Menge Kräuter, Fleisch, verschiedenes Gemüse, verschiedene Saucen und noch vieles mehr. Nun hiess es, dies zu rollen wie wir es von den Fajitas kennen. Mhm, das war köstlich! Nach dem Mittagessen kehrten wir nach Ho Chi Minh City zurück, denn von dort aus ging die Reise am kommenden Morgen weiter.

Juhui, nun kam ich auch in den Genuss dieses coolen Liegewagen-Busses inkl. Free-Wifi – was für ein komfortabler Reisestil! Nach einer bequemen Fahrt (jedenfalls für Leute mit Andrea und Carmen-Grösse 😋) kamen wir gut in Mui Ne an. Mit grosser Freude bezogen wir das hübsche Bungalow mit Meeresblick, zogen Bikini und Badehose an und hüpften so schnell wir konnten ins Meer 👙 Dieses war aufgrund des starken Windes so extrem wild und es war also nicht ganz einfach rein- und vor allem wieder raus zu kommen. Zurück auf dem Liegestuhl konnten wir dann den vielen Kite-Surfern zuschauen. Was für eine spannende Sportart, diese jumpen zum Teil mehrere Meter aus dem Wasser und machen dabei irgendwelche Verrenkungen. Zum Znacht gab’s dann Frühligsrollen. Leider waren diese ungeniessbar. Wir konnten uns nicht erklären, dass man in Asien nicht leckere Frühlingsrollen erhalten kann. 🙈 So gingen wir halt vis à vis zur Stand-Frau und deckten uns mit frischen Früchten ein. 🍉🍌🍓

Nach einem feinen Müesli mit frischen Früchten und Yoghurt gingen wir am nächsten Morgen noch kurz an den Strand, bevor unser Tagesausflug losging. Dieser führte uns zu den nahegelegenen Sanddünen, welche ein landschaftlicher Höhepunkt sind und eine atemberaubende Aussicht versprachen. Man hatte das Gefühl, man sei in der Sahara – obwohl noch niemand von uns in der Sahara war – hihi 😎

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Zuerst liefen wir zu Fuss die Sanddünen hinauf, doch kurze Zeit später packte Chrigi und mich das Quad fahren. Das war lustig! Zitat Chrigi: „I han Angscht gha bim Carmen hindädruff!“ 😝

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Am Abend freuten wir uns extrem über die Dusche, denn wir waren von Kopf bis Fuss voll Sand. Und zur Feier des Tages gönnten wir uns leckere Burger. Das hatten wir uns nach dem gestrigen Frühlingsrollen-Frust so was von verdient. 😅

Am nächsten Tag mussten wir vor der Weiterreise noch zum Doktor. Andi hatte eine Schwellung auf dem Fuss, der seit 1 Woche immer grösser geworden ist. Wir wussten aber nicht, ob es ein Biss, ein Stich oder ein Gorilla war 😜.

Youtube: Gorilla

Die Ärztin wollte die Schwellung schon aufschneiden, entschied sich dann aber trotzdem nur für einen Verband im Alkohol getränkt. Naja, sie wird es schon wissen und wir hofften auf eine baldige Besserung…
Dann gings wieder mit dem Luxus-Liege-Bus nach Nah Trang. Dort trafen wir dann nach 5 Stunden Fahrt ein und buchten für den nächsten Tag sogleich einen Schnorchelausflug 🐠🐟🐬🐳 Nah Trang ist ein hübsches Städtchen, doch dass alles noch auf Russisch angeschrieben ist, ist zum Teil etwas irritierend. Dieses Touri-Städtli hatte eine Pizzeria zu bieten und endlich konnte unser “Gloscht” nach italienischem Essen gestillt werden.

Per Minivan wurden wir am nächsten Tag zu unserem Boot gebracht. Zuerst tuckerten wir ca. 1 h bis wir beim ersten Schnorchel-Spot anhielten. Was für eine Erfrischung, bei dem heissen Wetter in das kühle Meer zu springen. Nach zwei verschiedenen Schnorchelgängen verwandelte die Boot-Crew unser Boot in ein Restaurant. Auf heruntergeklappten Bänken war innert kurzer Zeit ein gigantisches Buffet gezaubert.

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Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wir wurden einmal mehr von A-Z verwöhnt. Kurz nach diesem feinen Zmittag stoppten wir beim 3. Ort zum Schnorcheln. Wir waren etwas unschlüssig, ob wir nicht wie schwere Steine versinken, doch dies bewahrheitete sich zum Glück nicht.

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Und dann sahen wir sogar noch eine Muräne, was für eine Freude. Nach diesem dritten Schnorchelgang tuckerten wir gemütlich in der Nachmittagssonne wieder zurück. Mit feinen Drinks am Beach genossen wir die letzten Sonnenstrahlen. Nach zwei Abenden europäischem Essen freuten wir uns wieder auf vietnamesisches und hatten einen Glücksgriff. Tripadvisor sei Dank, das Essen war sooooo fein, jammy 😊 Nach dem Znacht gings weiter an den Bahnhof. Wir hatten eine 12 Stunden-Fahrt mit dem Nachtzug vor uns in Richtung Hoi An. Wir waren aufgeteilt in zwei 6-er Zimmer und alle 3 hatten die obersten Plätze. Obwohl ich keine Platzangst habe, war dieses Schlafplätzli doch etwas grenzwertig.

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Vor allem als mitten in der Nacht die Klimaanlage ausstieg. Ich hatte zeitweise das Gefühl zu ersticken. Dann stand ich halt einfach im Gang herum. 😝 Irgendwann kletterte ich zurück in mein Bett und fand dann doch wieder den Schlaf bis mich am Morgen Chrigi weckte und mitteilte, dass wir bald in Hoi An ankommen. Juhui, wir haben es geschafft! 😊

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