Affen und andere Gauner

Zugfahren in Thailand ist immer eine Zeitreise. Die einfahrenden Züge werden per Lautsprecher angekündigt und der Bahnhofsvorsteher steht mit einer grünen und roten Flagge beim Gleis bereit. Der langsam einfahrende Zug sieht alt und ausgedient aus. Trotzdem freuen wir uns auf die Fahrt in der dritten Klasse.

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Die einstündige Fahrt nach Phetchaburi ist langsam und heiss. Wir schwimmen in unserem Schweiss und wir staunen, dass alle anderen Mitfahrenden Jeans oder lange Hosen anhaben 🙈. In Phetchaburi angekommen, fanden wir auf dem Weg zum Hotel noch eine öffentliche Trainingsanlage, bei welcher wir uns mit Übungen zusätzlich aufwärmen konnten 😅.

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Mitten in Phetchaburi befindet sich auf einem Hügel eine schön gelegene Tempelanlage. Auch wenn voller Affen. Weil wir schon Erfahrungen mit den frei lebenden Gaunern hatten, hatte ich mein Wasser mehrheitlich in das Seitenfach der Kameratasche versteckt. Ich erwartete nämlich jede Sekunde einen Affenüberfall und war deswegen auf der Lauer. Trotzdem überraschte es mich nicht, als ein Affe aus dem Hinterhalt die Plastikflasche aus dem Fach herausriss. Die Flasche fiel auf den Boden und es gab einen kurzen Moment in welchem der Affe und ich uns gegenseitig anschauten. Er mit ängstlicher Neugier wie ich mich verhalten werde, ich mit einem doch überraschten Gesicht, wie er das wohl geschafft hatte. Da der Weg steil war, rollte die Flasche zum Affen hinunter welcher sich die Flasche schnappte. Dieser schraubte sie gekonnt auf und trank genüsslich seine eroberte Flüssigkeit. Zum Glück gab es für uns auf dem Hügel mehrere Getränkestationen. Denn es war wieder mal sehr heiss. In diesen kauften wir jeweils gekühlte Getränke und tranken sie sogleich an Ort und Stelle. Sehr zum leiden der Affen, welche die Getränkestände auf der Suche nach einem Opfer, jeweils umzingelten.

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Die nächste und letzte Stadt in Thailand hiess Khorat, welche uns als Ausgangsort für Phnom Rung und für die Grenzüberfahrt nach Cambodia diente. Die Stadt selber bot zwar nicht fiel, hinterliess uns aber eine schöne Restauranterinnerung: Bratwurst mit Rösti und Schweinssteak in Jägersauce mit Spätzli 😋.

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Am nächsten Tag erreichten wir nach zwei Stunden Minibusfahrt und 45 Minuten auf dem Rücksitz eines Rollerfahrers den Tempel Phnomg Rung. Der grösste Khmer Tempel in Thailand ist beinahe tausendjährig und hat eine wunderschöne Eingangsallee. Auch hatten wir das Glück, dass zur gleichen Zeit junge Mönche die Stätte besichtigten und uns ein seltenes Fotosujet boten.

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Am nächsten Tag war es soweit. Um 8 Uhr morgens traten wir die im Internet und im Reiseführer viel diskutierte und beschriebene Abzockerausreise aus Thailand an. Um nicht an der Grenze nach Cambodia zu stranden oder womöglich noch mehr abgezockt zu werden, hatten wir beschlossen, den normalen Touristenabzocker der Grenze zu folgen. Für die sechsstündige Busfahrt zahlten wir noch die normalen 2 CHF. An der Grenze angekommen, ging es aber los und wir wurden unwillentlich abgefangenen und zu einem Büro geleitet. Dort mussten wir uns entscheiden, ob wir mit dem Bus, einem Minivan oder mit einem Taxi nach Siem Reap fahren möchten. Wir teilten dem Mann hinter dem Schalter mit, dass wir uns selber ein Taxi nach dem Grenzübergang suchen würden. Sie liessen aber nicht locker bis wir dann doch ein Gefährt buchten. Wer weiss, hinter der Grenze hätten wir auch mehr bezahlen können… Also zahlten wir weitere 32 CHF für eine 1 1/2 stündige Fahrt im Minivan. (Etwa das dreissigfache einer normalen Fahrt). Unser Abzocker war zumindest sehr freundlich und schwatzte ein wenig mit uns. Glücklicherweise befanden wir uns in der Neben-Reisezeit und liessen den Grenzübergang mit Fingerscan und Foto in lockeren zehn Minuten hinter uns 😃. Nach dem Grenzübergang nahm uns der freundliche Abzocker mit einem Minivan zur „Touristenumladestation“ mit, und wir wechselten den Minivan. Dieser füllte sich mit weiteren Touristen um ein wenig später irgendwo am Stadtrand von Siem Reap anzuhalten. Anstatt uns zu unserem Hotel zu fahren, fing der Mann an, die Gepäckstücke auszuladen und tat so, als würde er nichts mehr verstehen. Wie es der unglaubliche Zufall so wollte, standen um die zehn Tuk Tuk Fahrer bereit, um uns für 5 Dollar in die Stadt zu fahren. Zum Glück bot unser Hotel einen Free Pick up Dienst an welcher wir sofort in Anspruch nahmen 😝.

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